2016 - Dezember 

Quelle: temperclayfilm

Donnerstag     01.12.

20.00 Uhr

Was Männer sonst nicht zeigen

Finnl. 2016, 81 Min.,

Regie: Joonas Berghäll u. Mika Hotakainen

In der wohligen Wärme der Sauna tauschen finnische Männer sowohl humorvolle als auch tiefgründige Lebens-geschichten aus und kehren ihr Innerstes nach außen. Im Mittelpunkt steht jedoch immer die Sauna. Sie ist in Finnland wohl aus jedem Raum mit vier Wänden zu machen - auch Telefonzellen, Wohnwagen und alte Ernte-maschinen sind bestens geeignet, um Menschen zusammen zu bringen. "Der beste Saunafilm, den es je geben wird.", schrieb „Variety“.

Dieser Film ist eine kleine Rarität und ein richtiger Filmschatz. Mit Laien besetzt und auf analogem Filmmaterial gedreht, besticht der Film durch eine tolle Ästhetik, verstärkt Emotionen durch eine für den Film komponierte Musik und hallt lange nach. In Skandinavien wurde der Film zum Publikumsliebling. Ein entspannter Aufenthalt in der Sauna öffnet nämlich nicht nur die Poren, sondern wird auch die Herzen öffnen, wie dieser Film zeigt. Das handgemalte deutsche Filmplakat hat der polnische Plakat-Künstler Marcin Podolec entworfen.

(n. temperclay Filmverleih )    (Filmwebseite/Verleih u. Trailer)

Quelle: temperclayfilm
Quelle: Prokino/24 Bilder

Mittwoch          07.12.     u.

Donnerstag     08.12.

20.00 Uhr

Mahana

Eine Maori-Saga

Neusl./Austr. 2015, 103 Min.,

Regie: Lee Tamahori

Mehr als zwei Jahrzehnte nach „Die letzte Kriegerin“ kehrt Lee Tamahori nun mit einer mitreißenden Familiensaga nach Neuseeland zurück.

In den 1960er-Jahren ist das Leben der Schafscherer an der Ostküste Neuseelands noch tief in alten Maori-Traditionen verwur-zelt. Unter dem strengen Blick des Familien-Ältesten leben drei Generationen unter einem Dach. Der 14-jährige Simeon – Enkel von Tamihana Mahana – beugt sich nur widerwillig der Autorität und gibt seinem Großvater ungewohnte Widerworte. Und dann verliebt sich Simeon auch noch in die Tochter der Familie Poata, mit denen die Mahanas schon ewig im Clinch liegen. Die Fronten zwischen Großvater und Enkel verhärten sich dramatisch. Als zufällig ein altes Foto in Simeons Hände fällt, lüftet sich ein wohlgehütetes Familiengeheimnis, das alles ändert.

Basierend auf Witi Ihimaeras (u.a. „Whale Rider”) autobiografischem Roman „Bulibasha: King of the Gypsies” inszeniert Lee Tamahori diese epische Familiensaga vor der atemberaubenden Landschaft Neuseelands. Mehr als zwanzig Jahre nachdem der Star-Regisseur mit „Die letzte Kriegerin“ seinen internationalen Durchbruch feierte und zu einem profilierten Hollywood-Regisseur avancierte, kehrt der Neuseeländer erstmals zu seinen Wurzeln zurück, um wieder mit dem preisgekrönten Team hinter „Die letzte Kriegerin” zu arbeiten. Seine internationale Premiere feierte MAHANA während der Berlinale 2016.

(n. Prokino Filmverleih/24 Bilder)    (Filmwebseite u. Trailer)

Quelle: Prokino/24 Bilder
Quelle: Farbfilm verleih

Donnerstag     15.12.   u.

Freitag             16.12.

20.00 Uhr

Morris aus Amerika

Dt./USA 2016, 90 Min.

Buch / Regie: Chad Hartigan

Eine warmherzige Komödie, bissig, herzlich und unwider-stehlich. Wunderbar abwechs-lungsreicher Humor in einer charmanten Geschichte um einen liebenswerten Typ. Der Film erzählt die einfühlsame, romantische Geschichte eines 13-jährigen amerikanischen Jungen, der in Heidelberg aufwächst, einem Ort, an dem scheinbar niemand so ist wie er. Für seinen Film erhielt Regisseur Chad Hartigan beim Sundance Festival 2016 den Waldo Salt Screenwriting Award: U.S. Dramatic. Morris-Darsteller Markees Christmas erhielt den Special Jury Award for Individual Performance.

Morris ist 13, nicht gerade schlank und schwarz. Doch das ist eigentlich nicht sein Problem. Frisch gestrandet aus New York lebt er allein mit seinem Vater Curtis, der im Trainerteam des hiesigen Profi-Fußball-Clubs arbeitet, in Heidelberg. Auch wenn es zwischen Old School-Hip Hop und Gangster Rap ziemlich unterschiedliche Auffassungen gibt, schweißt die gemeinsame Liebe zu Hip-Hop die beiden zusammen. Freunde zu finden und sich in dieser völlig neuen Welt zu behaupten, ist allerdings gar nicht so einfach, vor allem wenn man Gangster Rapper werden will. Zu allem Unglück ist da auch noch das Problem mit der deutschen Sprache, bei der auch die charmante Nachhilfelehrerin Inka nur bedingt helfen kann. Sie will, dass Morris mehr Kontakt zu anderen Jugendlichen hat und rät ihm, regelmäßig in ein Jugendzentrum zu gehen. Und genau dort trifft Morris dann Katrin, verliebt sich sofort in sie und sein ganzes Leben steht Kopf. Katrin ist rebellisch und kann es kaum erwarten, endlich dem kleinbürgerlichen Heidelberg zu entkommen. Im Gegensatz zu allen anderen, die Morris ablehnen und hänseln, findet Katrin Morris irgendwie interessant…

(n. Farbfilm Verleih)   (Trailer und Filmwebseite)

Quelle: Farbfilm Verleih

Donnerstag     22.12.

20.00 Uhr

Die Ökonomie

der Liebe

Belg./Fra.. 2015/16, 95 Min.,

Regie: Joachim Lafosse

Was bleibt übrig, wenn sich die Liebe zweier Menschen aufgelöst hat? Bei Marie und Boris ein gemeinsames Haus, bezahlt von ihr, aufwändig renoviert von ihm – und zwei Töchter. Weil das Einkommen von Boris nicht für eine eigene Wohnung ausreicht, zieht er auf die Couch. 15 Jahre lang sind mal Zuneigung, mal Zorn, mal Bitterkeit gewachsen in den Partnern, und irgendwo müssen sich diese wilden Gefühle nun entladen, irgendwo in dem Seelengefängnis, zu dem das gemeinsame Heim geworden ist. Das Haus ist mehr und mehr vom Idyll zum Kriegsschauplatz geworden, auch wenn man sich hier und da zusammenreißt, schon wegen der Zwillingstöchter. Es scheint noch Chancen zu geben, aber mehr und mehr überwiegen Grenzüberschreitungen und sabotierte Absprachen.

Im Französischen gibt es einen wehmutsvollen und kaum übersetzbaren Begriff dafür: désamour. Und gerade das wird durch die spannende Darstellung und einfühlsame Kameraarbeit hervorragend in Szene gesetzt und übersetzt. Das Aufstellen und die Übertretung von Regeln gilt für das Paar ebenso wie für den Film selbst, der sich nicht vom Schauplatz entfernen kann, der aber dennoch gegen Ende eine Offenheit versucht, die als zuversichtlich für alle gesehen werden kann. Spannend und einfühlsam gespieltes Drama. 

(n. Filmfest München/Camino Filmverleih ) (Filmwebseite u. Trailer)

Quelle: Camino Filmverleih

Kinder - und Familienvorstellung

Quelle: KSMFilm Verleih

Donnerstag      24.12.

10.00 Uhr

Der Weihnachtsstern

GB 2015, 82 Min.,

Regie: Richard Elson

Nachdem sie unter dramatischen Umständen am 25. Dezember unter dem Weihnachtsstern geboren wurde, glaubt die kleine Noelle, dass sie die Gabe hat, Wunder zu vollbringen. Als der hinterhältige Bauunternehmer McKerro ihr friedliches Kleinstadt-Leben bedroht, schließt sich Noelle mit einer bunten Truppe von Außenseitern zusammen. Während die Öffentlichkeit und auch Noelles Vater auf die Lügen von McKerrod hereinfallen, entdeckt Noelle dessen finstere Absichten. Zusammen mit ihren Freunden sammelt sie Beweise und wappnet sich für den großen Showdown während einer Fernseh- Übertragung. Vor den Augen der Welt offenbart sich Noelles wunderbare Gabe und sie zeigt allen die wahre Bedeutung von Weihnachten.

Diese Weihnachtsgeschichte aus Nordirland glänzt mit Newcomerin Erin Galway-Kendrick in der Hauptrolle und Pierce Brosnan in einer tragenden Nebenrolle. Kylie Minogue und Liam Neeson geben sich als Gaststars die Ehre. Ein perfektes Feel Good-Movie zu Weihnachten!

(n. KSMFilm Verleih)   (Trailer)

Quelle: KSMFilm Verleih
Quelle: Farbfilm Verleih

Donnerstag     29.12.   u.

Freitag             30.12.

20.00 Uhr

Willkommen

bei Habib

Dt. 2012/13, 110 Min.

Regie: Michael Baumann

In bester Tradition britischer Culture-Clash-Komödien ist dieser humorvolle Film in seiner Erzählweise für unsere Kinolandschaft ungewöhnlich. Ohne Angst vor Sentimen-talität und Gefühlen, mit skurrilem Humor und großer Erzähllust werden sowohl die schweren als auch leichten Seiten des Lebens mitein-ander verbunden.

Die Müllabfuhr streikt. Und so wie die Stadt mehr und mehr ihr sauberes Antlitz verliert, geraten auch die Leben von vier Bewohnen in Unordnung. Große und kleine Lebenslügen drängen an die Oberfläche. Habib (49) trifft nach vielen Jahren auf seine Jugendliebe, die er in der Türkei zurück ließ. Sein Sohn Neco liebt eine Studentin, ist aber verheiratet. Bruno wird aus seiner Firma geworfen und tritt auf der davor liegenden Verkehrsinsel in Sitzstreik. Ingo flüchtet aus dem Krankenhaus, um seine Tochter nach 40 Jahren um Verzeihung zu bitten. Allen gemein ist die universelle Frage: „Wozu lebe ich, wie und warum hier?“

Die Rolle des „Habib“, der einen „deutschen“ Imbiss führt und sich in ein pragmatisches Leben zurück gezogen hat, ehe er sich auf die Suche nach seinen türkischen Wurzeln begibt, hat Publikumsliebling Vedat Erincin (u.a. „Almanya“) übernommen. Statt Stereotypen zu zeigen und angeheizte Integrationsdebatten zu schildern, lässt uns die Geschichte Vorurteile ablegen und macht uns darauf aufmerksam, wie nah man selbst dem vermeintlich Fremden ist. Der Film berührt durch seine warmherzige, lebendige und erfrischende Inszenierung, und ein herausragendes Schauspielerensemble erzählt mit viel Witz von Heimat und Integration. (n. Farbfilm Verleih)   (Trailer/Filmwebseite Verleih)

Quelle: Farbfilm Verleih