2016 - Juli

Quelle: Fortuna Media

Donnerstag     30.06.   und

Freitag             01.07.

20.00 Uhr

Sommer in Wien

Österr. 2015, 104 Min.

eine Dokumödie

von Walter Größbauer

Sommer in Wien, die Stadt in einem Ausnahmezustand. Die Temperaturen erreichen Rekordwerte. In einer Werkstatt im 15. Wiener Gemeindebezirk warten verletzte Klaviere auf ihre Genesung und seltene Saiteninstrumente auf ihre Entstehung. Aber hier fühlen sich auch Menschen mit besonderen Lebensentwürfen wohl. Ein Streifzug durch die Welt des Klavierbauers Bernhard Balas hat etwas Heilsames, gleich einem Kuraufenthalt für geschundene, aus dem Gleichgewicht geratene Körper und Seelen. Hier dominiert noch die Liebe zum Beruf, Qualität statt Profit und Menschlichkeit als höchstes Gut. Im Erleben des Werkstattalltags und durch Gespräche mit seinen Mitarbeitern offenbart sich ein System, das als Modell einer besseren Welt tauglich wäre. Aber die Werkstatt ist auch ein Epizentrum von dem sich Geschichten ausbreiten, die von Menschen aus Wien erzählen: von Max, dem Sammler von Sonnenschirmen; von Christin, die vor einem halben Jahr noch Christian hieß; von John, der gerade seinen ersten Roman veröffentlicht hat. Eines haben diese so unterschiedlichen Menschen gemeinsam: Sie sind aktive Widerstandsnester gegen den Zeitgeist, die sich dem Einfluss der konsumorientierten Gesellschaft konsequent entzogen haben.

Beeindruckende Menschen, ein seltenes Handwerk, eine Stadt voll Musik, das sind die Zutaten des ungewöhnlichen Stadtporträts, das von Schellack und Karpfen handelt, von Leidenschaft und Mut, von der Notwendigkeit des Scheiterns und von Herzenswärme während eines heißen Sommers in Wien. Der Film ist kein Jahreszeitenporträt einer Großstadt, sondern ein entspanntes und humorvolles Sammelsurium von Daseinsmomenten und die Vorstellung eigenwilliger Lebensentwürfe, die sich einem allgemein herrschenden Zeitgeist nicht unterwerfen wollen.  (Trailer)  (n. Fortuna Media)

Soundtrack: Der Machatschek 

SommerFilmTage im Comma-Garten

Freitag   15.07.

22.00 Uhr

Nur Fliegen

des ist schöner

Fra. 2015, 105 Min.,

Regie: Bruno Podalydés

Michel, in den Fünfzigern, verheiratet, die Kinder aus dem Haus, steckt in täglicher Routine fest. Nach der Arbeit träumt er von einem anderen Leben. Gerne würde er wie sein Held, Luftpost-Pionier Jean Mermoz, in einer Propellermaschine durch den Himmel schweben. Eines Tages stößt Michel durch Zufall auf das Foto eines Kajaks und ist begeistert von der Schönheit und Eleganz des Objekts. Es ist Liebe auf den ersten Blick! Ein Klick, und ein Grand Raid 416 zum Selbstmontieren liegt in seinem virtuellen Einkaufskorb. Einige Tage gelingt es ihm, den Kauf vor seiner Frau Rachelle (Sandrine Kiberlain) zu verheimlichen. Mit Hingabe setzt er auf der Dachterrasse sein Kajak Stück für Stück zusammen und häuft Expeditionsausrüstung an. Ganze Nachmittage verbringt er in seinem halbfertigen Gefährt und träumt sich davon. Schließlich entdeckt Rachelle das Ausrüstungslager, setzt den Trockenübungen ein Ende und ihren Mann an einem Fluss aus, damit er endlich in die Gänge und aufs Wasser kommt. Dass Michels Auszeit ihr gemeinsames Leben auf den Kopf stellen könnte, ahnt Rachelle. Und wirklich: Schon bei seiner ersten Rast trifft Michel im Ausflugslokal der schönen Laetitia auf eine ländliche, exzentrische Bohème. Er taucht in eine exotische Welt außerhalb von Raum und Zeit, die geprägt ist von Leichtigkeit, Kirschen, Sinnlichkeit und gekühltem Absinth …

César-Preisträger Bruno Podalydès zaubert hier eine charmante Anti-Stress-Komödie auf die Leinwand, die sommerleicht und dennoch tiefgründig ist. Die Geschichte von Michel, der aus dem Alltagstrott ausbricht, um endlich das Leben wieder leicht zu nehmen und bei sich selbst zu sein. Er erzählt von Liebe und Leidenschaft, Magie und Muse, und wie Paddeln die Gedanken befreit. Erneut beweist sich Podalydès als Spezialist, liebenswerte Exzentriker in Aufbruchs-stimmung zu porträtieren, und entführt uns mit wunderschönen Bildern in ein ländliches Paradies nicht weit von Paris.

(n. Prokino / 24 Bilder Filmagentur )   (Trailer und mehr Infos)

Quelle: Prokino/24 Bilder Filmagentur

SommerFilmTage im Comma-Garten

Quelle: Farbfilm Verleih

Freitag   22.07.

22.00 Uhr

Nebenwege

- Pilgern auf bayrisch

Dt. 2014, 90 Min.,

Buch u. Regie: 

Michael Ammann

Für Richard Beller waren die letzten Jahre kein Zucker-schlecken. Die Trennung von seiner Frau und die harte Arbeit im Architekturbüro haben ihn viel Kraft gekostet. Darunter hat auch das Verhältnis zu seiner 14-jährigen Tochter Marie enorm gelitten. Sie gibt ihm die Schuld an der Trennung der Eltern. Zu allem Überfluss ist auch seine 78-jährige Mutter Hilde seit einiger Zeit zum „Problem“ geworden, sie zeigt unleugbare Anzeichen von Alzheimer. An diesem Wochenende soll sie ins Altersheim umziehen. Ausgerechnet jetzt droht der wichtigste Auftrag seines Lebens durch ein technisches Problem im Büro weg zu brechen. Richard versucht sein Bestes, doch seine Mutter sträubt sich vehement dagegen, ins Altersheim zu ziehen und Marie schmollt, weil Richard ihren Geburtstag vergessen hat. Hilde trifft in dieser verfahrenen Situation den Entschluss, zur Schwarzen Madonna nach Altötting zu pilgern, die ihr auch schon in anderen schwierigen Lebenslagen geholfen hat. Während Vater und Tochter noch zanken, macht Hilde sich auf den Weg – einfach so, in Hausschuhen und Kittelschürze. Als Richard bemerkt, dass seine Mutter weg ist, macht er sich mit seiner Tochter auf die Suche nach Hilde. Es beginnt eine abenteuerliche Reise durch Bayern, die die drei auf vielen Umwegen mit jedem Schritt näher zusammenführt.

Der Film erzählt in eindrucksvollen Bildern vor schönster bayerischer Kulisse von einer Familie, die durch eine unfreiwillige Pilgerreise ihre Sprachlosigkeit überwindet und wieder zueinander findet. Vor dem Hintergrund unserer heutigen, von Stress und Leistungsdruck bestimmten Welt, die wenig Platz lässt für Zeit, Geduld und ungeplante Nebenwege, beschreibt der warmherzige und sensible Film auch ein ernstes Thema mit Respekt und Humor. Eine feinsinnige und liebevolle Familiengeschichte über eine unfreiwillige Pilgerreise durch Bayern und über die Dinge im Leben, die wirklich wichtig sind.

(n. Farbfilm Verleih)   (Trailer und mehr Infos)

Quelle: Farbfilm Verleih

SommerFilmTage im Comma-Garten

Quelle: Tiberius Film / 24 Bilder

Freitag   29.07.

22.00 Uhr

Liebe auf den

ersten Schlag

Fra. 2014, 98 Min.,

Regie: Thomas Cailley

 „Liebe auf den ersten Schlag“ ist die bewegende Geschichte einer ungewöhnlichen Liebe. Arnaud trifft in seinen Sommerferien auf Madeleine, die so ganz anders ist wie er selbst. Während er die Dinge locker nimmt und einfach abhängen will, zieht sie ein hartes Überlebenstraining durch, weil sie glaubt, dass die Welt bald untergehen wird. Sie ist schroff, unbeirrbar und faszinierend. Bevor Arnaud weiß, wie ihm geschieht, hat er sich zusammen mit Madeleine beim großen Survival-Training angemeldet. Und bekanntlich ziehen sich Gegensätze an… Die zwei jungen Menschen, gebannt zwischen ihren Verpflichtungen und dem Drang, das Leben selber zu bestimmen, entdecken schließlich ihre außergewöhnliche Liebe füreinander. Adèle Haenel und Kévin Azais spielen mit solch verblüffender Überzeugung, dass „Liebe auf den ersten Schlag“ zum Kinosommerhit des Jahres 2014 in Frankreich wurde. Ein Film so voller Überraschungen und Entdeckungen, dass einem das Herz aufgeht. Romantisch, lustig und überraschend…

(n. Tiberius Film / 24 Bilder Filmagentur )   (Trailer und mehr Infos)

Quelle: Tiberius Film / 24 Bilder

Fortsetzung der SommerFilmTage im August

mit folgenden Filmen:

Fr. 05.08.   "Unterwegs mit Jacqueline"

Fr. 12.08.   "Das Schwein von Gaza"

Fr. 19.08.   "Zimt und Koriander"