2016 - Juni

Quelle: Camino Film

Mittwoch         01.06.   und

Donnerstag     02.06.

20.00 Uhr

Sex & Crime

Dt. 2015, 82 Min.

Buch u. Regie: Florian Müller

Valentin (Wotan Wilke Möhring) erhält einen alarmierenden Anruf von seinem besten Freund Theo (Fabian Busch), dem er spontan für eine Nacht mit Kellnerin Mörli (Claudia Eisinger) sein gerade bezogenes, viel zu teures Haus überlassen hat. Zwischen Theo – Bestsellerautor, Schachspieler und gesundheitlich nicht ganz fit – und dessen Frau Katja (Pheline Roggan) kriselt es seit Längerem. Da kommt Ablenkung durch Mörli wie gerufen, meint jedenfalls Valentin. So weit, so praktisch. Doch als Valentin an seinem Haus eintrifft, ist alles dunkel, Theo ist verstört, jemand tot und natürlich ist nichts so, wie es zuerst aussieht… 

Virtuos und souverän inszenierte Florian Müllers, der auch das Drehbuch für seinen Debütfilm schrieb, einen aufregenden Film, der rein formal und von seiner Geschichte einige Grenzen deutscher Kino-Gemütlichkeit zu sprengen vermag. Entstanden ist eine schrille Genreparodie und grelle Farce mit Überraschungseffekten und viel Unterhaltungswert, die auch mit Anleihen bei filmblutreichen Tarantino-Scenen aufwartet, aber auch immer wieder mit unvorhersehbaren Wendungen aufwartet.

(n. Camino Filmverleih)  (Trailer und Filmwebseite)

Sondervorstellung im Rahmen des Festivals

GOLDENER SPATZ  -  Jugendfilm - Reihe :

Quelle: Alpenrepublik Filmverleih

Montag  06.06.

20.00 Uhr

LenaLove

Dt. 2013-15, 100 Min.

Buch u. Regie: Florian Gaag

Die 16-jährige Lena lebt mit ihrer Mutter in einer Vorortsiedlung. Die Enge und die Spießigkeit dort belasten die hochsensible Lena sehr, zumal sie sich mit ihrer besten und langjährigen Freundin Nicole nicht mehr so gut versteht. Außerdem weiß Lena, dass ihre Mutter ein Verhältnis mit Nicoles Vater hat, der genau gegenüber wohnt und nach außen hin den tollen Ehemann spielt. Doch dann findet Lena in Tim, der neu in der Klasse ist, einen Seelenverwandten und verliebt sich in ihn. Ihre Mitschülerin Stella, eine böse Intrigantin, die um Nicoles Freundschaft buhlt, hat schnell gemerkt, dass sich zwischen den beiden etwas anbahnt. Deshalb hetzt sie Nicole auf, sich an Tim „ranzumachen“. Tief enttäuscht und todtraurig zieht sich Lena von allen zurück und schüttet ihrem neuen Chat-Freund Noah ihr Herz aus. Dabei weiß sie nicht, wer sich hinter diesem Account verbirgt, und gerät so in eine hinterhältige Mobbing-Falle… (Text Festivalprogramm)

(Trailer und Filmwebseite nicht verfügbar)

Filmgespräch und Diskussion im Anschluß an den Film.

Gäste sind die Produzentin Tatjana Bonnet (Rafkin Film) und

Darsteller Georg Böhm (Bernd)

Zur Festivalseite

- Klick auf den Spatz.

Quelle: Neue Visionen Filmverleih

Donnerstag  09.06.

20.00 Uhr

Nomaden

des Himmels

Kirgistan 2015, 81 Min.

Regie: Mirlan Abdykalykov

Eine Nomadenfamilie lebt zurückgezogen mit ihren Pferden in der berauschenden, von Bergschluchten geprägten Landschaft Kirgistans: ein alter Hirte und seine Frau, ihre Schwiegertochter Shaiyr und ihre kleine Enkelin Umsunai. Shaiyrs Ehemann ist vor vielen Jahren in einem Fluss ertrunken. Umsunai vermisst ihren Papa und glaubt fest daran, dass er – wie es in einer der schönsten Legenden der Nomaden erzählt wird – in einen Steinkauz verwandelt wurde, der seine Kreise über den Gipfeln zieht. Shaiyr entschied sich, bei der Familie ihres Mannes zu bleiben, denn sie liebt das wunderschöne Land. Doch dann taucht der Meteorologe Ermek auf, der seine Mess-Station direkt neben Shaiyrs Zuhause aufbaut. Die beiden verlieben sich und das alte Hirtenpaar ahnt, dass Shaiyr mit dem Gedanken spielt, ein neues Leben in der Stadt zu beginnen. Als Shaiyrs Sohn, der in der Stadt studiert, die Familie in der Bergschlucht besucht, bestürmt er die Nomaden mit Geschichten aus dem modernen Leben. Und schließlich tauchen in der Nähe die ersten Baumaschinen auf, die ein anderes Zeitalter ankündigen.

Erzählt im sanften Rhythmus des Nomadenlebens, nimmt uns Regisseur Mirlan Abdykalykov mit auf eine Zeitreise in das so leicht verwundbare Herz einer Familie. In weit ausgreifenden Bildern von großer Sinnlichkeit verwebt der Film eine Welt der gelebten Traditionen mit dem leisen Anbruch einer neuen Zeit.

(n. Neue Visionen Filmverleih)   (Trailer unter youtube) (weitere Infos bei facebook)

Quelle: Neue Visionen Filmverleih
Quelle: Alamode Filmverleih

Mittwoch         15.06.   und

Donnerstag     16.06.

20.00 Uhr

La belle saison

- Eine Sommerliebe

Fra./Belg. 2015, 105 Min.

Buch u. Regie:

Catherine Corsini

Im Frankreich der 1970er Jahre zieht die 23-jährige Delphine vom Bauernhof ihrer Eltern nach Paris, um Engstirnigkeit und ländlichen Moralvorstellungen zu entkommen. Dort lernt sie die extrovertierte Carole kennen, mit der sie sich gemeinsam in der Frauenrechtsbewegung engagiert und sich sogleich unsterblich in sie verliebt. Es dauert nicht lange, bis auch Carole, die noch nie mit einer Frau zusammen war, ihre Gefühle für Delphine entdeckt. Ihre stürmische Affäre wird jäh unterbrochen, als Delphines Vater schwer erkrankt und sie aufs Land zurückkehren muss, um ihrer Mutter bei der Arbeit auf dem elterlichen Bauernhof zu helfen. Von Sehnsucht getrieben, beschließt Carole ihren langjährigen Freund zu verlassen und Delphine zu folgen. Für die beiden Frauen beginnt ein Sommer voller leidenschaftlicher und glücklicher Momente. Als das idyllische Landleben jedoch erste Schattenseiten zeigt, muss Delphine schon bald entscheiden, wie offen sie zu ihrer Liebe stehen kann.

Feinfühlig, sinnlich und bewegend erzählt Regisseurin Catherine Corsini die Liebesgeschichte zweier gegensätzlicher Frauen zwischen Leidenschaft und gesellschaftlicher Erwartungshaltung. Cécile de France (u.a. in „Der Junge mit dem Fahrrad) als extrovertierte, freiheitsliebende Städterin und Izïa Higelin als Mädchen vom Land, das versucht den Konventionen zu trotzen, sind das pulsierende Herz dieses Films. Während die beiden durch ihr eindringliches, mitreißendes Spiel begeistern, fängt Regisseurin Catherine Corsini in wunderschön komponierten Bildern die Aufbruchsstimmung und den Geist der 70er Jahre ein.

(n. Alamode Filmverleih)  (Trailer und Filmwebseite)

Quelle: Alamode Filmverleih
Quelle: Salzgeber & Co. Medien

Donnerstag     23.06.   und

Freitag             24.06.

20.00 Uhr

Rabbi Wolff

Dt. 2016, Dok., 90 Min.

Regie: Britta Wauer

William Wolff ist Ende 80 und der wohl ungewöhnlichste Rabbiner der Welt. Der kleine Mann mit Hut wurde in Berlin geboren, hat einen britischen Pass und wohnt in einem Häuschen in der Nähe von London. Immer Mitte der Woche fliegt er nach Hamburg, steigt dort in den Zug und pendelt zu seinen Jüdischen Gemeinden nach Schwerin und Rostock. Samstags nach dem Gottesdienst geht es zurück nach London – es sei denn, er ist bei Verwandten in Jerusalem, auf Fastenkur in Bad Pyrmont oder beim Pferderennen in Ascot. Denn das Leben muss vor allem Spaß machen, findet Willy Wolff. Mit seiner unkonventionellen Art und seinem herzhaften Lachen begeisterte der Landesrabbiner von Mecklenburg-Vorpommern die Zuschauer bereits in Britta Wauers Publikumshit Im Himmel, unter der Erde (2011), einem Dokumentarfilm über den Jüdischen Friedhof Berlin-Weißensee. Wauers neuer Film zeigt nun den turbulenten Alltag von Willy Wolff und beleuchtet seine bewegte Vergangenheit: Bevor er Rabbiner wurde, war er politischer Korrespondent in London; als Kind floh er mit seiner Familie aus Nazideutschland.

„Rabbi Wolff“ ist nicht nur das spannende und humorvolle Porträt einer faszinierenden Persönlichkeit – und eines tief religiösen Menschen, der sich voller Lebensfreude über Konventionen hinwegsetzt. Der Film führt auch auf mitreißende Weise in die Welt des Judentums ein und präsentiert uns einen ganz besonderen deutschen Lebenslauf.

(n. Salzgeber & Co. Medien)  (Trailer und Filmwebseite)

Quelle: Salzgeber & Co. Medien
Quelle: Fortuna Media

Donnerstag     30.06.   und

Freitag             01.07.

20.00 Uhr

Sommer in Wien

Österr. 2015, 104 Min.

eine Dokumödie

von Walter Größbauer

Sommer in Wien, die Stadt in einem Ausnahmezustand. Die Temperaturen erreichen Rekordwerte. In einer Werkstatt im 15. Wiener Gemeindebezirk warten verletzte Klaviere auf ihre Genesung und seltene Saiteninstrumente auf ihre Entstehung. Aber hier fühlen sich auch Menschen mit besonderen Lebensentwürfen wohl. Ein Streifzug durch die Welt des Klavierbauers Bernhard Balas hat etwas Heilsames, gleich einem Kuraufenthalt für geschundene, aus dem Gleichgewicht geratene Körper und Seelen. Hier dominiert noch die Liebe zum Beruf, Qualität statt Profit und Menschlichkeit als höchstes Gut. Im Erleben des Werkstattalltags und durch Gespräche mit seinen Mitarbeitern offenbart sich ein System, das als Modell einer besseren Welt tauglich wäre. Aber die Werkstatt ist auch ein Epizentrum von dem sich Geschichten ausbreiten, die von Menschen aus Wien erzählen: von Max, dem Sammler von Sonnenschirmen; von Christin, die vor einem halben Jahr noch Christian hieß; von John, der gerade seinen ersten Roman veröffentlicht hat. Eines haben diese so unterschiedlichen Menschen gemeinsam: Sie sind aktive Widerstandsnester gegen den Zeitgeist, die sich dem Einfluss der konsumorientierten Gesellschaft konsequent entzogen haben.

Beeindruckende Menschen, ein seltenes Handwerk, eine Stadt voll Musik, das sind die Zutaten des ungewöhnlichen Stadtporträts, das von Schellack und Karpfen handelt, von Leidenschaft und Mut, von der Notwendigkeit des Scheiterns und von Herzenswärme während eines heißen Sommers in Wien. Der Film ist kein Jahreszeitenporträt einer Großstadt, sondern ein entspanntes und humorvolles Sammelsurium von Daseinsmomenten und die Vorstellung eigenwilliger Lebensentwürfe, die sich einem allgemein herrschenden Zeitgeist nicht unterwerfen wollen.  (Trailer)  (n. Fortuna Media)

Soundtrack: Der Machatschek 

Quelle: Fortuna Media