2016 - November

Quelle: Real Fiction Filmverleih

Mittwoch          02.11.     u.

Donnerstag     03.11.

20.00 Uhr

Mali Blues

Dt./Mali 2016, 99 Min., OmU

Dok., Regie: Lutz Gregor

Das westafrikanische Land Mali gilt als Wiege des Blues, den verschleppte Sklaven auf die Baumwollfelder Amerikas mit-brachten. Traditionelle Musik hält schon seit Jahrhunderten Malis Gesellschaft zusammen. Doch Malis Musik ist in Gefahr…

Radikale Islamisten führen im Norden des Landes die Scharia ein, verbieten Tanz und weltliche Musik, zerstören Instrumente und bedrohen die Musiker. Viele Musiker fürchten um ihr Leben und fliehen aus der Region um Timbuktu und Kidal. Doch der Islamistische Terror hat sich mittlerweile auch auf andere Teile Malis ausgeweitet. Die UNO-Kriegseinsätze werden weiter verstärkt, auch die deutsche Bundeswehr ist seit drei Jahren im Einsatz. Der Kinofilm MALI BLUES erzählt die Geschichten von vier Musikern, die Hass, Misstrauen und Gewalt in ihrem Land und eine radikale Auslegung des Islam nicht akzeptieren wollen. Weder in Mali, noch an einem anderen Ort auf der Welt. Internationaler Shooting Star Fatoumata Diawara, Ngoni-Virtuose und traditioneller Griot Bassekou Kouyaté, der junge Rapper Master Soumy und der virtuose Gitarrist Ahmed Ag Kaedi, Leader der Tuareg-Band Amanar – sie alle haben eines gemeinsam: ihre Musik verbindet, tröstet, heilt und gibt den Menschen die Kraft für Veränderung, für eine gemeinsame Zukunft in Frieden.

MALI BLUES ist ein Musikfilm, afrikanischer Hip Hop trifft auf den Geist von Jimmy Hendrix, Desert Blues auf tanzbaren Afro-Rock. Ein Film über die vereinende Kraft der Musik, der in Zeiten der Schreckensmeldungen ein positives Bild von Afrika und seinen Menschen zeichnet.

(n. Real Fiction Filmverleih )    (Filmwebseite/Verleih u. Trailer)

Quelle: Real Fiction Filmverleih
Quelle: weltkino

Donnerstag     10.11.   u.

Freitag             11.11.

20.00 Uhr

Junges Licht

Dt. 2016, 122 Min.

Regie: Adolf Winkelmann

Kindheit im Kohlenpott: Konfrontiert mit Sex und Gewalt, Tod und Schuld erlebt ein 12-jähriger Arbeitersohn in einer Bergbausiedlung im Ruhrgebiet der 60er Jahre ein völlig neues Gefühl von Freiheit und einen Sommer voller Verführungen, in dem sich alles ändert und es doch bleibt wie es ist…

Die 60er-Jahre, ein Sommer im Ruhrgebiet. Das Ruhrgebiet sorgt mit Kohle und Stahl für das Wirtschaftswunder und den Fortschritt der gesamten Republik. Die Gastarbeiter sind schon da und Tante-Emma-Läden noch rentabel. Rauchen gilt nicht als gesundheitsgefährdend und Currywurst als nahrhaft. Während die Männer unter Tage malochen, vertreiben sich die Jungen ihre Zeit mit Zigaretten, Bier und Obszönitäten. Doch der 12-jährige Julian ist anders. Er kümmert sich liebevoll um seine kleine Schwester, schmiert Brote für seinen Vater und dient sonntags in der Messe. Mit Neugier beobachtet er, was um ihn herum geschieht. Besonders angetan hat es ihm die frühreife Nachbarstochter Marusha, die jedoch nicht nur den Jungen fasziniert. Als sich die latente erotische Spannung an einem heißen Sommertag entlädt, gerät das Leben von Julian und seiner Familie aus der Bahn. Daraufhin packt er seine Sachen, läuft von zu Hause weg und vertraut sich dem Pfarrer an. Aber kann man überhaupt die Sünden eines anderen beichten?

Ein spannender Film über den Zustand der Bundesrepublik in der Nachkriegszeit. In seinem Film erzählt Adolf Winkelmann über das Ruhrgebiet der 60er Jahre aus der Perspektive des heranwachsenden Julian. Zugleich legt er den Mythos ‚Bergbau‘ frei und wagt einen authentischen Blick in die schmutzige und schwere Welt der stolzen Bergleute in der Wirtschaftswunderzeit. Bildgewalt fängt JUNGES LICHT die Poesie des gleichnamigen Romans von Ralf Rothmann ein, der selbst über den Film sag: „Winkelmann hat ein eigenständiges Kunstwerk geschaffen – ein Meisterwerk mit dem Zeug zum Klassiker!“ (n. weltkino)   (Trailer und Filmwebseite)

Quelle: temperclay film

Donnerstag     17.11.   u.

Freitag             18.11.

20.00 Uhr

Der Wert

des Menschen

Fra. 2015, 93 Min.

Regie: Stéphane Brizé

Thierry (Vincent Lindon), 51 Jahre alt, Familienvater und gelernter Maschinist, ist seit 20 Monaten arbeitslos und befindet sich auf der Suche nach einem neuen Arbeitsverhältnis. Dabei muss er sinnlose Fortbildungen absolvieren und aussichtslose Job-Interviews bestreiten. Immer wieder kommt er an den Punkt, an dem er sich fragen muss, ob er es sich noch erlauben kann, auf seinen Prinzipien zu bestehen. Als er schließlich eine Anstellung als Kaufhausdetektiv findet, gerät er aufs Neue in ein moralisches Dilemma, das ihn endgültig vor die Wahl stellt, ob er dazu imstande ist, den Gesetzen des Marktes zu gehorchen oder nicht.

Für seine Leistung wurde Hauptdarsteller Vincent Lindon im Offiziellen Wettbewerb des Filmfestivals in Cannes 2015 mit dem Preis für die beste männliche Hauptrolle ausgezeichnet. In diesem im Cinéma-Vérité-Stil inszenierten Drama wird Lindon dazu von einem großartig agierenden Essemble aus Laien begleitet. In Cannes erhielt der Film auch den Preis der ökumenischen Jury und wurde von Frankreich auf die Liste für die Einreichungen zum Auslands-Oscar 2016 gesetzt.

(n. temperclay film)   (Trailer und mehr Infos)

Quelle: temperclay film
Quelle: drei-freunde Filmverleih

Donnerstag     24.11.   u.

Freitag             25.11.

20.00 Uhr

Die letzte Sau

- So geht's nicht weiter

Dt. 2016, 86 Min.

Regie: Aron Lehmann

Es sind schwarze Tage für den Schweinebauern Huber. Sein Hof ist pleite. Die kleine Landwirtschaft ist nicht länger gegenüber den Agrarfabriken konkurrenzfähig. Und als schließlich vom Himmel ein Meteorit fällt und Hubers Hof in Schutt und Asche legt, hat Huber nichts mehr – außer einer letzten Sau. Zusammen mit diesem Schwein verlässt Huber die Ruine, welche einmal sein Hof war, und beginnt ein Leben als Heimatloser, als Vagabund und Indianer. Huber findet Gefallen an diesem Leben. Er ist jetzt ein Rebell und begegnet auf seiner Reise Menschen, denen es ähnlich erging wie ihm. Kleine, die von den Großen kaputt gemacht wurden. Für diese Kleinen erhebt sich Huber zum Widerstand und wird zum Symbol für Unruhe und Freiheit. Huber tut, was er für richtig hält. Denn in einer Welt, in der ein gesunder, fleißiger und ehrlicher Mensch nicht mehr in der Lage ist, für sich selbst zu sorgen, kann etwas nicht stimmen. Seine Botschaft: So geht´s nicht weiter! Und Recht hat er.

Die letzte Sau ist eine Don Quijote Geschichte, ein anarchisches Märchen und ein Road-Movie über Freiheit und Unabhängigkeit. Ein schwäbischer Schweinebauer will die Welt verändern, wehrt sich gegen die Methoden der Agrarindustrie und legt sich als Kleiner mit den Großen an. Mit Schwein und Gewehr zieht er in den Kampf: Er befreit Tiere und schreibt an die Wände „So geht´s nicht weiter“. Gegen seinen Willen wird er so zur Leitfigur einer revolutionären Bewegung. (n. drei-freunde Filmveleih)   (Trailer und Filmwebseite)

Quelle: drei-freunde Filmverleih