2016 - September

Quelle: Camino Filmverleih

Donnerstag     01.09.   u.

Freitag             02.09.

20.00 Uhr

90 Minuten

- Bei Abpfiff Frieden

Israel/Dt. 2015/16, 85 Min.

OmU, Regie: Eyal Halfon

 Der Nahost-Konflikt: 100 Jahre Kriege, Blutvergießen und Leid. 100 Jahre Friedenspläne. 100 Jahre Scheitern. Aber jetzt ist Schluss! Die Lösung: Ein Fußballspiel. Wer gewinnt, darf bleiben. Wer verliert, muss das Land verlassen. Eine Filmsatire mit Detlev Buck als deutscher Trainer der Israelis, sowie Moshe Ivgy und Norman Issa als besessene Sportfunktionäre liefern sich ein grandioses Schauspiel vor historischer Kulisse.

Es gibt politische Probleme auf dieser Welt, von denen eigentlich jeder denkt, dass sie endlich mal gelöst werden sollten. Auch der Konflikt im Nahen Osten, der inzwischen ganze Generationen überlebt hat, gehört dazu. Zumindest was das angeht, scheint Bewegung in die Sache zu kommen. Da auch Israelis und Palästinenser nach Jahrzehnten des Kampfes und der Verhandlungen müde sind, immer wieder ergebnislos auseinanderzugehen und weiter zu kämpfen, kommen die Erzfeinde auf eine brillante Idee: Ein Fußballspiel soll den Nahost-Konflikt endgültig beenden und über das Schicksal beider Völker entscheiden. Der Einsatz ist hoch. Wer verliert, muss das gelobte Wüstenland verlassen. Der Sieger bekommt alles, von Jaffa bis Jerusalem, von Galiläa bis Eilat. Kein Streit mehr, keine Kriege, endlich Ruhe. Klingt einfach, ist es aber natürlich nicht. Denn bevor das Jahrhundertspiel überhaupt steigen kann, müssen schwierige Fragen geklärt werden…

Mit diesem Film widmet sich der preisgekrönte israelische Autor und Regisseur Eyal Halfon der Brisanz des Nahostkonflikts in einem neuen, surrealen Zusammenhang. Er wählt den Kontext eines Fußballspiels, das die Zukunft beider Völker endgültig entscheiden soll. Dabei ist es jedoch alles andere als ein Film über Fußball! Während der Zuschauer die Vorbereitungen auf das Sportevent des Jahrtausends begleitet, stellt Eyal Halfon vor allem die Verzweiflung des wahren Lebens bizarr auf den Kopf und verwandelt die Realität in eine humorvolle Fantasie. Entstanden ist eine politische Satire par excellence, die natürlich auch leise fragt, warum bisher keine bessere Lösung gefunden werden konnte...

(n. Camino Filmverleih)  (Trailer und Filmwebseite)

Quelle: Camino Filmverleih

Donnerstag     08.09.   u.

Freitag             09.09.

20.00 Uhr

Meine Brüder

und Schwestern

im Norden

Dt. 2016, Dok., 106 Min.

Buch u. Regie:

Sung-Hyung Cho

Die Frankfurter Filmemacherin Sung-Hyung Cho wuchs als gebürtige Südkoreanerin mit der Vorstellung auf, das nördliche Nachbarland sei von Monstern bevölkert. In der Schule lernte sie, dass Nordkoreaner rote Haut und zwei Hörner am Kopf hätten. Als erste südkoreanische Filmemacherin überhaupt erhielt sie eine offizielle Drehgenehmigung für das Land jenseits der Grenze und somit die Chance, sich von ihren Vorurteilen zu verabschieden und ihr vorgefertigtes Bild von den wie Roboter wirkenden Menschen im Norden zu revidieren.

Wer weiß außerhalb des Landes wirklich etwas über Nordkorea? Was wir von diesem abgeschotteten Land zu sehen und zu hören bekommen, ist immer das gleiche: Militär-Paraden, Soldaten und Soldatinnen, die wie Roboter marschieren, Kriegsdrohungen, Hungersnöte, und nicht zuletzt die drei Generationen von scheinbar wahnsinnigen Diktatoren und die ihnen hysterisch huldigende Gefolgschaft. Sung-Hyung Cho geht diesen Fragen nach, mitten drin, in Nordkorea: Ihr Film porträtiert Menschen hinter den hartnäckigen Klischees und Stereotypen eines unverstandenen Landes und gibt Einblicke hinter die protzige Propagandafassade einer uns verschlossenen Lebenswelt. Die Menschen, denen Sung-Hyung Cho auf ihrer Reise durch das Land begegnet sind keine Zufallsbekanntschaften, sondern wurden vom Regime ausgesucht. Trotzdem nähert sie sich ihren Protagonisten dabei aufrichtig interessiert, respektvoll und vor allem ohne jegliche Wertung. So kommt ein fröhliches Volk zum Vorschein, dessen Liebe zu „ihrem Führer“ uns mehr als einmal sonderbar erscheint, das seine Wünsche und die Hoffnung auf eine Wiedervereinigung der beiden Koreas aber noch längst nicht aufgegeben hat.

(n. Farbfilm Verleih)  (Trailer und Filmwebseite)

Quelle: Neue Visionen Filmverleih

Donnerstag     15.09.   u.

Freitag             16.09.

20.00 Uhr

Agnes

Dt. 2015, 105 Min.

Regie: Johannes Schmid

Der Sachbuchautor Walter verliebt sich in die Physikstudentin Agnes, die nicht nur in ihrem Studium den großen Fragen des Lebens nachspürt. Ihre radikale Haltung zum Leben fordert ihn, der sich in seinem unver-bindlichen, gemäßigten Leben eingerichtet hat, heraus. Eines Tages macht Agnes einen frappierenden Vorschlag: Walter soll eine Geschichte über ihre gemeinsame Liebe schreiben. Anfänglich ist das ein harmloses Spiel, doch bald schon übernimmt die gemeinsame Geschichte das Kommando und die Frage ist, wer ihr Autor ist. Agnes folgt dem Bild, das Walter aufs Papier bringt und spürt doch bald, dass ihm das Erzählen wichtiger ist als die Erfüllung ihrer Liebe. Denn auf Dauer macht Glück keine guten Geschichten. Als Walter das begreift, sieht er den einzig wahren Schluss der Geschichte vor sich, einen Schluss, der sie ihre Liebe und Agnes das Leben kosten kann.

Regisseur Johannes Schmid erzählt nach dem gleichnamigen Erfolgsroman von Peter Stamm eine so intensive wie überlegte Liebesgeschichte. In hypnotisierenden Bildern und getragen von virtuosen Darstellern fängt „Agnes“ die Linien ein, denen unser Begehren folgt und die jede Liebe zu einer Geschichte machen.

(n. Neue Visionen Filmverleih)  (Trailer unter youtube)

Donnerstag     22.09.   u.

Freitag             23.09.

20.00 Uhr

Willkommen

im Hotel Mama

Fra. 2016, 90 Min.

Regie: Èric Lavaine

Die temperamentvolle Jacqueline genießt ihr komfortables Leben als Witwe in einer beschaulichen Stadt in der Provence. Als ihre 40-jährige Tochter Stéphanie von heute auf morgen Job und Wohnung verliert, nimmt Jacqueline sie natürlich wieder bei sich auf. Allerdings wirbelt das liebe Töchterlein ihren sonst so ruhigen Alltag nicht nur gehörig durcheinander, sondern macht es ihr auch reichlich schwer, sich weiterhin unbemerkt mit ihrem Liebhaber zu treffen. Seit vielen Jahren führt die dreifache Mutter eine glückliche Liebesbeziehung mit ihrem Nachbarn Jean, die sie bisher vor ihren Kindern hielt. Nun ist reichlich Einfallsreichtum gefragt, um den neugierigen Fragen ihrer Tochter aus dem Weg zu gehen, denn Jacquelines nächtlichen Eskapaden sorgen schon bald für wilde Spekulationen und so manche komische Verwechslung. Als Jacqueline beschließt, Jean ihren Kindern bei einem äußerst turbulenten Abendessen endlich vorzustellen, ist das Familienchaos perfekt.

WILLKOMMEN IM HOTEL MAMA ist eine wunderbar amüsante Geschichte über den Klassiker aller Generationenkonflikte, den zwischen Mutter und Tochter. Während die sympathischen, mit viel Liebe gezeichneten Figuren von einer komischen Situation in die nächste stolpern, liefert sich das Schauspielerinnen-Duo Lamy-Balasko vor Witz sprühende Wortgefechte, bei denen kein Auge trocken bleibt. Und so ist der Film, auch Ende September noch, eine perfekte Sommerkomödie mit Lachgarantie.

(n. Alamode Filmverleih)  (Trailer und Filmwebseite)

Quelle: Alamode Film

"Vielfalt. Das Beste gegen Einfalt." ...

Im Rahmen der Interkulturellen Woche und in Kooperation

mit dem Stadtjugendring Gera e.V.

Mittwoch         28.09.   u.

Freitag             30.09.

20.00 Uhr

Ein Tick anders

Dt. 2010/11, 85 Min.,

Regie: Andi Rogenhagen

Eine anarchische, unbändige und zartfühlende Familien-Komödie über Liebe, Toleranz und die vielleicht verrückteste Krankheit der Welt – das Tourette-Syndrom.

Eigentlich ist Eva glücklich, auch wenn ihre Familie etwas seltsam ist. Oma sprengt ihren alten Staubsauger mit China-Böllern in die Luft, Vater sitzt in Schlips und Kragen im Park und schreibt Bewerbungen, Mutter ist im Dauer-Kaufrausch und Evas kleinkrimineller Onkel Bernie landet mit seiner Band einen Flop nach dem anderen. Und dann ist da noch Evas Tourette-Syndrom, das auch in ihrem sonstigen Alltag immer wieder für Probleme und komische Situationen sorgt. Im Kreise ihrer Familie, die ihre Krankheit kennt und akzeptiert, fühlt sich Eva aber geborgen und sicher. Kein Zucken und kein Pöbeln, höchstens mal ein kleiner Fluch. Solange sie zuhause ist, ist alles gut. Die Situation ändert sich jedoch schlagartig als Evas Vater ein Job in Berlin angeboten wird. Muss Eva nun ihre vertraute Umgebung verlassen? Ein Plan muss her und zwar schnell. Denn eins ist für Eva klar: nach Berlin geht sie auf gar keinen Fall!

Ein wunderbarer Film über die große Herausforderung, eben einen Tick anders zu sein. Herzlich und humorvoll erzählt Autor und Regisseur Andi Rogenhagen die Geschichte der am Tourette-Syndrom erkrankten Eva und ihrer liebevoll-schrägen Familie. Skurriler Humor und eine originelle Erzählweise zeichnen den Film aus, bei dem man nicht über die Behinderung lacht, sonder mit den Betroffenen. Mit der damals fantastischen Newcomerin Jasna Fritzi Bauer als Eva ist Rogenhagen zudem die perfekte Besetzung der Eva gelungen. In einem Gastauftritt ist zudem Publikumsliebling Nora Tschirner zu sehen. (n. Farbfilm Verleih)  (Trailer und mehr Infos)

Quelle: Farbfilm Verleih