2017 - April

Quelle: Kairos Filmverleih

Donnerstag       06.04.   und

Freitag                   07.04.

20.00 Uhr

Tanna -

Eine verbotene Liebe

Australien 2015, 104 Min.,

Regie:

Martin Butler u. Bentley Dean

TANNA gehört zu den schönsten Kino-Überraschungen des Jahres. Die Filmemacher Bentley Dean und Martin Butler haben sieben Monate auf der entlegenen Insel Tanna im Südpazifik gelebt und sich von den Einheimischen zu einer großen Liebesgeschichte nach wahren Begebenheiten inspirieren lassen: Die schöne junge Wawa und Dain, der Enkel des Dorf-Vorstehers der Yakel, haben sich einander heimlich versprochen, doch Ritus und Realpolitik stellen sich ihrer Liebe entgegen: Um einen gerade frisch aufgeheizten Konflikt mit einem rivalisierenden Stamm beizulegen, soll Wawa mit einem Mann der feindlichen Imedin verheiraten werden. Wawa und Dain weigern sich und fliehen durch die Regenwälder bis zum Gipfel des Funken speienden Vulkans. Gemeinsam suchen sie ihren eigenen Platz irgendwo zwischen den verfeindeten Völkern, zwischen Tradition und Aufbruch, zwischen Gefühl und Pflicht.

Der Film ist mit wunderbaren Bildern fotografiert und in die Natur eingebettet. TANNA gewann beim Filmfestival Venedig 2015 den Preis für die Beste Kamera und den Publikumspreis für den Besten Internationalen Spielfilm. 2017 war er nominiert für den Oscar als bester fremdsprachiger Film.

(n. Kairos Filmverleih ) (Trailer/Filmwebseite)

Quelle: Kairos Filmverleih
Quelle: Real Fiction Filmverleih

Donnerstag      13.04.

20.00 Uhr

Erzähl es niemandem!

Dt./Norw./Dänm./Tschech. 2017, Dok., 90 Min.,

Buch u. Regie: Klaus Martens

Im April 1942 begegnet die 19jährige Lillian einem deutschen Soldaten aus Wuppertal. Helmut ist augenblicklich in Lillian verliebt, und Lillian geht es ebenso. Die Liebe eines norwegischen Mädchens zu einem deutschen Soldaten gilt als Verrat. Ihre Zuneigung zu Helmut macht ihr ein schlechtes Gewissen. Als sie erfährt, dass in ihrem Dorf eine jüdische Familie deportiert worden ist, stellt sie ihn zu Rede und will die Beziehung beenden. Helmut bleibt zunächst stumm. Dann ringt er ihr ein Versprechen ab: niemals dürfe sie mit einem anderen Menschen darüber sprechen, was er ihr jetzt sagen wird.  „Meine Mutter“, sagt Helmut, „ist auch Jüdin. Ich selbst bin noch unentdeckt geblieben und halte mich in der Wehrmachtsuniform versteckt.“ Lillian schwört, immer bei ihm zu bleiben; ein Schwur, mit dem eine der dramatischsten Liebesgeschichten beginnt, die dieser Krieg hervorgebracht hat. Denn nach dem Abzug der Deutschen bleibt Lilian zurück in Norwegen und macht sich nach dem Ende des Krieges auf nach Deutschland, um Helmut zu suchen.

Im Sommer 2009 sitzt die 87jährige Lillian Crott im Flugzeug nach Narvik. Neben ihr liegt ein Rucksack. Darin verstaut ist die Urne mit der Asche ihres Mannes. Jenseits des Polarkreises will sie einlösen, was sie sich versprochen hatten: wer überlebt, wird den anderen dort begraben, wo sie sich zum ersten Mal begegnet sind. Der Film begleitet sie bei dieser Reise und erzählt die abenteuerliche Geschichte von Lilian Berthung und Helmut Crott. ERZÄHL ES NIEMANDEM! Das sagte die Mutter zu ihrer 18-jährigen Tochter, als sie ihr gegen den Willen des Vaters vom Schicksal seiner Familie erzählte, von der viele Verwandte in den Konzentrationslagern umgebracht wurden. Daran hat sich auch die Tochter bis zwei Jahre nach dem Tod des Vaters gehalten und erst dann mit ihrer Mutter die Geschichte ihrer Eltern aufgeschrieben. Der spannende Film entstand nach dem Bestseller-Sachbuch von Randi Crott und Lilian Berthung Crott.

(n. Real Fiction Filmverleih ) (Trailer / Filmseite Verleih)

Quelle: Real Fiction Filmverleih

Veranstaltung in Kooperation mit dem Stadtjugendring Gera e.V.,

unterstützt von  DENKBUNT-Thüringen u. DEMOKRATIE LEBEN

Mittwoch        19.04.

20.00 Uhr

Die letzten Männer

von Aleppo

Dänm./Syrien 2017, Dok., 110 Min., OmU, ein Film

von Feras Fayyad und

Steen Johannessen

Nirgends zeigt sich das alltägliche menschliche Drama in Syriens Bürgerkrieg brutaler als im Leben von Aleppos “Weißhelmen”.

Khaled, Mahmoud und Subhi gehören zu denen, die nach Bombenangriffen oder An-schlägen als erste zur Unglücksstelle eilen, um Men-schenleben zu retten, aber viel zu oft nur noch Tote bergen können. Mit den Männern erleben wir über den Zeitraum von fast zwei Jahren das Leben in Aleppo, die Angst, den Tod und die tägliche Bedrohung in den Straßen der Stadt. Sie kämpfen ums Überleben und um ein Stück Menschlichkeit dort, wo der Krieg zur Norm geworden ist. Sie suchen nach Hoffnung, wo die meisten der Mut schon verlassen hat. Mit einem strikten Cinema Verité-Ansatz weben der syrische Filmemacher Feras Fayyad und sein dänischer Ko-Regisseur Steen Johannessen ein Patchwork aus eindrucksvollen Momenten, das sich wie eine klassische Tragödie entfaltet. Ein unvergessliches Porträt von Helden wider Willen, eine Ode an Mut und Barmherzigkeit. Die Freiwilligenorganisation WHITE HELMETS wurde 2016 für den Friedensnobelpreis nominiert und mit dem alternativen Friedensnobelpreis ausgezeichnet.

Ein harter aber gerade jetzt so wichtiger Film. „Die letzten Männer von Aleppo“ hatte Weltpremiere im Wettbewerb des renommierten Sundance Film Festivals in der Kategorie “World Cinema Documentary”. Die Auswahl umfasste lediglich zwölf Produktionen weltweit. Der Film wurde als Bester Dokumentarfilm 2017 ausgezeichnet.

(n. rise and shine cinema) (Trailer/Filmwebseite)

Quelle: rise and shine cinema
Quelle: Real Fiction Filmverleih

Donnerstag      27.04.

17.00 Uhr   &   20.00 Uhr

Die Habenichtse

Dt. 2016, 103 Min.,

Regie: Florian Hoffmeister

Am 11. September 2001 begegnen sich Jakob und Isabelle nach langer Zeit wieder in Berlin und verlieben sich ineinander. Während der Anschlag auf das World Trade Center die ganze Welt in Atem hält, sind die beiden mit sich und ihrer neu gefundenen Liebe beschäftigt. Doch ihr neues Glück wird überschattet durch den Tod ihres gemeinsamen Freundes Hans, der im bei dem Anschlag in New York ums Leben kam. Jakob bekommt dessen Job in London und überredet Isabelle, mit ihm dorthin zu gehen. Während Jakob seine Schuldgefühle in seiner Arbeit vergräbt, bleibt Isabelle auf sich allein gestellt in London, ohne feste Ziele und Aufgaben. Ihr gemeinsames Leben bekommt Risse und die einzige Chance der beiden wäre es, sich aufrichtig zu begegnen. Eine Aufgabe, die unmöglich scheint: ratlos und zunehmend verzweifelnd sehen sie zu, wie ihr Leben aus den Fugen gerät. DIE HABENICHTSE schaut zurück auf eine Welt, die nach 9/11 aus dem Gleichgewicht geraten ist und seitdem nicht mehr zur Ruhe kommt. Nichts ist mehr wie vorher. Das Donnergrollen des Krieges ist nicht mehr nur im Radio zu hören, die Einschläge kommen näher und beeinflussen das Leben in allen Beziehungen, nur - wer will das wahrhaben? Und was kann man dieser Auflösung der gesellschaftlichen Verabredungen entgegensetzen?

Der Film beruht auf dem gleichnamigen Roman von Katharina Hacker. 2006 wurde sie für dieses Werk mit dem Deutschen Buchpreis ausgezeichnet. „Wie das Weltgeschehen ins eigene Leben eingreift, wie sehr dabei die Unfähigkeit, Entscheidungen zu treffen oder mitzufühlen, kollidiert mit der Sehnsucht nach existentiellen Erfahrungen, das erzählt Katharina Hacker meisterlich.“ (Verlagstext)

(n. Real Fiction Filmverleih ) (Trailer / Filmseite Verleih)

Quelle: Real Fiction Filmverleih