2017 - März

Quelle: Neue Visionen Filmverleih

Mittwoch           01.03.   und

Donnerstag        02.03.

20.00 Uhr

Die feine Gesellschaft

Fra./Dt. 2016, 122 Min.,

Regie: Bruno Dumont

Nichts weniger als ein Meisterwerk gelingt Bruno Dumont mit dieser köstlichen Komödie über eine Gesell-schaft am Rande einer irre gewordenen Ratio. In gran-diosen Bildern einer para-diesischen Meereslandschaft gelingt mit diesem Film eine bissige Satire aus einer Welt, in der das Menschliche zum Verschwinden gebracht wurde.

Ein Film so radikal und gewaltig wie ein Küstensturm. Im Sommer 1910 geht Seltsames vor sich an der französischen Normandieküste. Alljährlich findet sich hier der Landadel ein, denn die Luft ist heilsam und die armen Fischer und verlumpten Muschelsammler sind herrlich pittoresk. Doch dieses Jahr ist etwas anders: zahlreiche Sommerfrischler sind spurlos verschwunden und haben das bizarre Polizistenduo Böswald und Blading auf den Plan gerufen. Schnell deuten die Zeichen auf den Fischer Rohbrecht, der stets hungrig wirkt und den man in der Gegend respektvoll den „Ewigen“ nennt. Mit seinem kantigen Sohn Lümmel verdient er sich ein Zubrot, indem er wohlhabende Touristen über die ewigen Gewässer befördert. So auch die Töchter der Familie van Peteghem, deren herrschaftliches Anwesen in aller gebotenen Dekadenz über der Bucht thront. Dabei verlieben sich Lümmel und die schöne Billie van Peteghem und zwingen Teile der feinen Gesellschaft in einen allzu plötzlichen Familien-Kontakt. Während die Polizisten ratlos durch eine groteske Dünenlandschaft voller Nymphomanen, Nudisten und Narzissten pflügen, drängt sich ein entsetzlicher Verdacht auf. Plötzlich verschwindet auch Billie van Peteghem und die Ordnungshüter müssen befürchten, dass die Rohbrechts nicht nur Muscheln, sondern auch Menschen sammeln.

(n. Neue Visionen Filmverleih ) (Trailer/Filmwebseite)

Quelle: Neue Visionen Filmverleih

Dienstag     07.03.         Sonderveranstaltung

ab 18.00 Uhr  -  Filmbeginn  19.00 Uhr !

Gemeinsame Veranstaltung mit dem Umweltverein Grünes Haus Gera e.V. und der BUND-Ortsgruppe Gera zum Thema Energiewende oder "EnergieRebellion"

Im Rahmen der Veranstaltung wird ab 18 Uhr die Ausstellung „Energiewende in Bürgerhand für Thüringen" gezeigt, welche dann in der Folgezeit im Geraer Baudezernat, Amthorstraße 11 zu sehen ist.

Der Film behandelt Fragen der Energiewende in wirtschaftlicher, ökologischer sowie sozialer Hinsicht und beleuchtet Probleme und Risiken. Was dies alles für uns konkret bedeutet, kann im anschließenden Gespräch diskutiert werden. Als Gast wird Prof. Guthke vom  BürgerEnergie Thüringen e. V. regionale Energie-genossenschaftsmodelle erläutern.

Quelle: Change Filmverleih

Power to change

Dt. 2016, Dok., 90 Min.,

Regie: Carl-A. Fechner

Deutschland steht zweifellos vor der größten strukturellen Veränderung seit Beginn des Industriezeitalters.

Mit POWER TO CHANGE – Die EnergieRebellion wird das Jahrhundertprojekt Energiewen-de filmisch erlebbar.

Dies ist die Geschichte einer Suche, einer Reise auf der Fragen aufgeworfen und Antworten gefunden werden. Der Film stellt Auseinandersetzung um eine Energiewende dar, die von unten erfolgt, dezentral und regional. Er greift die persönlichen Geschichten von Menschen auf, die die Erhaltung ihrer natürlichen Lebensgrundlage selbst in die Hand nehmen und verwebt dabei Personen und Schauplätze zu einem authentischen Zeitdokument. Mit journalistisch-analytischem Blick, untermauert von einer tiefreichenden Recherche zeigt der Film Aktivisten, Unternehmer, Zweifler und Kritiker – ihr alltäglicher Kampf um die Energiewende wird auf die mediale Weltbühne projiziert. Ein Film, der einen Punkt hinter die Weltuntergangsszenarien und abgehobenen Diskussionen um die Machbarkeit der Energiewende setzt: Kurzweilig, spannend, faszinierend und ohne moralischen Zeigefinger. Trotzdem unversöhnlich da, wo Versöhnung nicht möglich ist.

(n. Change Filmverleih) (Trailer und Filmseite Verleih)

Quelle: Change Filmverleih
Quelle: MFA

Mittwoch           08.03.   und

Donnerstag      09.03.

20.00 Uhr

Die Zeit der Frauen

Indien/USA/GB 2015

116 Min.,

Regie: Leena Yadav

Seit seiner Premiere beim Toronto International Film Festival 2015 wurde der Film weltweit auf Festivals ein Überraschungshit und in Frankreich zu einem der erfolgreichsten Kinofilme des Frühjahrs 2016.

Le Monde schrieb dazu:

„Diese wunderschön umge-setzte feministische Brand-schrift mischt Wut mit Bollywood-Koketterie und exotischen Tänzen.“

In einer schicksalhaften Nacht im Zuge des Dussehra Fests verflechten sich die Leben vier junger  Frauen auf den staubigen Straßen eines einsamen Dorfs. Was dann passiert, wird die Zukunft der Frauen für immer verändern. Ein kleines Dorf im heutigen Indien. Vier Frauen wagen es, sich gegen die Männer und die erdrückenden Traditionen aufzulehnen. Mit Hilfe ihrer Freundschaft und ihres Freiheitswillens bekämpfen sie ihre Dämonen, träumen von der Liebe und darüber hinaus. Es beginnt die Zeit der Frauen … Der erste internationale Film der indischen Regisseurin Leena Yadav, bei dem sie den Oscar-prämierten „Titanic“-Kameramann Russell Carpenter an ihrer Seite hatte, ist ebenso bunt und lebenslustig wie ermutigend.

(n. MFA Filmverleih ) (Trailer/Filmseite Verleih)

Quelle: MFA
Quelle: mindjazz-pictures

Donnerstag      16.03.

20.00 Uhr

Giovanni Segantini

- Magie des Lichts

Schweiz 2015, Dok., 82 Min.,

Regie: Christian Labhart

Sprecher: Bruno Ganz und Mona Petri

Kunstmaler, Anarchist, Ausstei-ger, Sans Papiers: Das alles war Giovanni Segantini. Er schuf, meist unter freiem Himmel, monumentale Werke, in denen oft einfache Menschen müde, den Blick nach unten, in der idealisierten Natur einer Hoch-gebirgslandschaft eingebettet sind. Im Lauf seines Lebens stieg er auf der Suche nach mehr Licht immer höher hinauf, 41-jährig starb er im Engadin unter dramatischen Umständen in einer Alphütte auf 2700m. Giovanni Segantini lebte von 1858 – 1899. Seine von Bruno Ganz gelesenen autobiographischen Texte, Worte aus dem Bestseller „Das Schönste, was ich sah“ von Asta Scheib, die Musik Paul Gigers mit dem Carmina Quartett und die Impressionen von Pio Corradi werden zu einem filmischen Essay, das einen direkten Zugang zu Leben und Werk Segantinis ermöglicht. Keine Kommentare verstellen den Blick, das Wort hat der Maler selbst. Die Originale seiner Bilder wurden mit einer hochauflösenden Spezialkamera aufgenommen, um eine möglichst farbgetreue filmische Wiedergabe zu erreichen.

Der Film öffnet den Blick in die dramatische Kindheit und Jugend Segantinis, nimmt Anteil an seinen inneren Prozessen und Krisen beim Malen, an seinem von finanziellen Nöten geprägten Alltag, an seinem widersprüchlichen Umgang mit Mutterliebe und Erotik und schließlich an seinem verzweifelten Kampf gegen den Tod.

Entstanden ist ein emotionaler und spannender Blick in die Abgründe einer verletzten Seele und auf das Werk eines genialen Künstlers, dessen internationale Erfolge erst kurz vor seinem frühen Tod einsetzten. Christian Labhart ist ein stiller, beinahe meditativer Film gelungen, eine Antithese zum Lärm unserer Welt und zum Mainstream des Konsums - eine wunderbare Hommage an den Maler Giovanni Segantini. (n. mindjazz-pictures Filmverleih ) (Trailer/Filmwebseite)

(Trailer / Filmseite Verleih)

Quelle: mindjazz-pictures
Quelle: Camin Filmverleih

Mittwoch            22.03.   und

Donnerstag      23.03.

20.00 Uhr

Das Mädchen

und der Künstler

Span. 2012/13, 105 Min.,

Regie: Fernando Trueba

1943 im besetzten Frankreich. In einem kleinen Dorf unweit der spanischen Grenze lebt der alte Bildhauer Marc Cros (Jean Rochefort) mit seiner Frau Léa (Claudia Cardinale). Der 80-jährige Künstler hat schon lange keine Skulptur mehr geschaffen. Er hat zwei Kriege erlebt und erwartet nicht mehr viel vom Leben und der Menschheit. Eines Tages aber trifft seine Frau Léa die junge Katalanin Mercè, die auf der Flucht vor den Truppen Francos ist, und nimmt sie kurzerhand mit nach Hause. Das Ehepaar bietet Mercè an, in der Werkstatt des Bildhauers zu wohnen und im Gegenzug Modell für das letzte Werk des alten Cros Modell zu stehen. Langsam entwickelt sich eine wundervolle Freundschaft zwischen der jungen Frau, deren Leben gerade erst begonnen hat, und dem Künstler, der das Ende seines Lebens nahen sieht.

Regisseur Fernando Trueba, der 1993 den Oscar für seinen Film „Belle Epoque“ erhielt, ist mit DAS MÄDCHEN UND DER KÜNSTLER ein Meisterwerk gelungen. Der in Schwarzweiß gedrehte Film ist eine Meditation über Beharrlichkeit, den Sinn des Lebens und dem unausweichlichen Weg zum Tod. Jean Rochefort in einer seiner besten Rollen!

(n. Camino Filmverleih ) (Trailer/Filmseite Verleih)

Quelle: Camino Filmverleih
Quelle: weltkino Filmverleih

Mittwoch             29.03.   und

Donnerstag      30.03.

20.00 Uhr

Personal Shopper 

Fra./Dt. 2016, 105 Min.,

Regie: Olivier Assayas

Regisseur Olivier Assayas wurde für seinen Film bei den Filmfestspielen von Cannes 2016 mit dem Preis für die Beste Regie ausgezeichnet.

Die Amerikanerin Maureen arbeitet in Paris als persönliche Einkäuferin für Stars und Sternchen. Doch eigentlich begreift sie sich als Medium, das mit Toten in Kontakt treten kann. Seit Wochen wartet sie auf ein Zeichen ihres verstorbenen Zwillingsbruders Lewis. Plötzlich bekommt sie geheimnisvolle Nachrichten von einer unbekannten Nummer. Ist es ihr Bruder, der aus dem Jenseits Kontakt zu ihr aufnimmt? Oder nur der sehr lebendige Geliebte ihrer Chefin, der es auf sie abgesehen hat?

Kristen Stewart stellt ihr Können erneut unter Beweis, wenn sie als Maureen inmitten der oberflächlichen Flüchtigkeiten einer modernen Welt voller Glamour auf der Suche nach Spiritualität und Wahrheit ist. In den Nebenrollen glänzen Lars Eidinger, Nora von Waldstätten und Sigrid Bouaziz. PERSONAL SHOPPER ist ein komplexer Genre-Hybrid, der raffiniert Aspekte von Geisterfilm und Psychothriller verbindet.

(n. weltkino Filmverleih ) (Trailer/Filmwebseite)

Quelle: weltkino