2017 - Mai

Quelle: Camino Filmverleih

Donnerstag      04.05.

20.00 Uhr

Lovely Louise

Schweiz/Dt. 2013, 91 Min.,

Regie: Bettina Oberli

Nach den Erfolgsfilmen „Die Herbstzeitlosen“ und „Tannöd“ das neue Werk von Bettina Oberli, eine melancholische Komödie.

Der Mittfünfziger André wohnt noch bei seiner achtzigjährigen Mutter Louise. Er führt ein unspektakuläres Dasein als Taxi-Fahrer und Tüftler, der sich kaum traut, die schöne Wurstver-käuferin vom Modellflugplatz anzusprechen. Eines Tages steht ein Fremder aus Amerika vor der Tür: der schillernde Bill, der bald schon die beschauliche Zweisamkeit von Louise und André auf den Kopf stellt. André muss zum ersten Mal im Leben aus seiner Lethargie erwachen und ein paar Tatsachen ins Auge blicken. Es ist nie zu spät, mit dem Leben und der Liebe zu beginnen…

Regisseurin Bettina Oberli inszenierte bereits mit dem Schweizer Überraschungserfolg „Die Herbstzeitlosen” eine herzerfrischende Mischung aus federleichtem Humor und wunderbar melancholischen Momenten. Für „Loveley Louise” holte sie wieder Annemarie Düringer, die Grand Dame des Schweizer Theaters vor die Kamera und stellte ihr Stefan Kurt an die Seite. Der vielfach ausgezeichnete Film- und Theaterschauspieler verleiht der Rolle des verklemmten Spätentwicklers emotionale Tiefe und feinsinnige Komik.

(n. Camino Filmverleih ) (Trailer / Filmseite Verleih)

Quelle: Camino Filmverleih
Quelle: Farbfilm

Mittwoch           10.05.   und

Donnerstag           11.05.

20.00 Uhr

Gaza Surf Club

Dt. 2016, Dok., OmU, 87 Min.,

Regie: Philip Gnadt

Eine junge Generation, die in Gaza zwischen Israel und Ägypten gefangen ist und von der Hamas regiert wird, zieht es zu den Stränden. Sie hat genug von Besetzung, Krieg und religiösem Fanatismus und ihre ganz eigene Art des Protests gefunden: Surfen. Der Gazastreifen ist ein schmaler Küstenstreifen zwischen Israel und Ägypten mit einem Hafen, in dem keine Schiffe mehr anlegen und einem Flughafen, der nicht mehr angeflogen wird. Kaum jemand kommt heraus, fast nichts und niemand kommt hinein. Mit ihren Surfbrettern schaffen sich die Surfer ein kleines Stück Freiheit, zwischen dem Strand und der von den Israelis kontrollierten Sechs-Meilen-Grenze. Freiheit, die ihnen keiner nehmen kann. Der Film zeigt die Träume und Hoffnungen der Jugendlichen dieser Grenzregion, in der die ältere Generation jegliche Hoffnung aufgegeben hat.

Der Film liefert außergewöhnliche Einblicke in eine Region, die wir sonst nur aus den Nachrichten kennen. Fällt das Wort Gaza, entstehen vor unserem inneren Auge Bilder, die sich über Jahrzehnte in unser visuelles Unterbewusstsein gebrannt haben: Verwackelte Aufnahmen in schlechter Video-Qualität, Steine werfende Jugendliche, Kassam-Raketen, Ruinen und fanatische Hamas-Beerdigungen. Dieser palästinensischen Wirklichkeit stellt Regisseur Philip Gnadt eine hoffnungsvolle Gruppe Jugendlicher gegenüber, die trotz ihres krisengeschüttelten Alltags im ständigen Ausnahmezustand, trotz allem Patriotismus, ein bisschen Normalität erleben will. Ein spannender Dokumentarfilm, der das Leben hinter den üblichen Nachrichtenklischees zeigt, und mit tollen Surfbildern beeindruckt.

(n. Farbfilm Verleih) (Trailer/Filmwebseite)

Quelle: Farbfilm
Quelle: weltkino

Mittwoch                 17.05.   und

Donnerstag          18.05.

20.00 Uhr

Una und Ray

Can./GB/USA 2016, 94 Min.,

Regie: Benedict Andrews

Eine junge Frau, ernsthaft und verletzlich, möchte zurück in ihr Leben. Benedict Andrews verfilmte ein Theaterstück des britischen Autors David Harrower. Die spannende Konfrontation zweier Menschen befördert dabei dunkle Gefühle und die Ver-gangenheit ans Licht.

Als eines Tages plötzlich die schöne Una in seinem Büro auftaucht, wird Ray ungewollt mit seiner dunklen Vergangenheit konfrontiert. 15 Jahre zuvor verband ihn mit der damals noch minderjährigen Tochter seines Nachbarn eine verbotene Liebesaffäre, für die Ray schließlich verhaftet und verurteilt wurde. Inzwischen hat sich Ray unter anderem Namen ein neues Leben aufgebaut. Für Una hingegen scheint die Zeit stillgestanden zu haben. Es folgt eine erbarmungslose Aufarbeitung längst begrabener Erinnerungen mit fatalen Konsequenzen.

Basierend auf dem preisgekrönten Broadway-Erfolg „Blackbird“ seziert UNA UND RAY schonungslos die Facetten einer undenkbaren Liebe und ihrer Folgen. Die mehrfach oscarnominierte Rooney Mara (u.a. "Carol", "Verblendung") und Emmy-Preisträger Ben Mendelsohn ("Killing them softly") treiben ihre Figuren durch zwiespältige Abgründe von Schuld und Begehren. Ein kraftvolles Drama, dass in Erinnerung bleiben wird.

(n. Farbfilm Verleih) (Trailer/Filmwebseite)

Quelle: weltkino
Quelle: W-Film

Mittwoch              24.05.   und

Freitag             26.05.

20.00 Uhr

Maikäfer flieg

Österr. 2016, 109 Min.,

Buch/Regie: Mirjam Unger

Nach dem gleichnamigen erfolgreichen Roman  von Christine Nöstlinger.

Wien 1945: Das Ende des Zweiten Weltkrieges, gesehen mit Kinderaugen. Die neunjährige Christl weiß vom Frieden genauso wenig, wie die Kinder heute vom Krieg wissen. Ausgebombt und vollkommen mittellos flüchtet sie mit ihrer Familie in eine noble Villa in Neuwaldegg. Nach der Kapitulation der Nazis quartieren sich Soldaten der Roten Armee im Haus ein. Alle fürchten sich vor den als unberechenbar geltenden Russen. Nur Christl nicht. Für sie ist die allgemeine Anarchie vor allem ein großes Abenteuer und in Cohn, dem russischen Koch, findet sie sogar einen richtigen Freund. „Maikäfer, flieg!“ nimmt ganz die Perspektive der kleinen Heldin ein. So muss Krieg gewesen sein, so lapidar im Alltag, so stechend im Bauch, so lustig, weil man an einem Wundertag den Teller ablecken durfte, ohne geschimpft zu werden. Herausragend: Jungstar Zita Gaier, die Courage, kindliche Widerborstigkeit und Neugier in ihrer Rolle als Christl vereint und für herzerwärmende Momente sorgt.

Generationen sind mit Christine Nöstlingers Roman über ihre Kindheit nach dem Krieg groß geworden. Die Österreicherin Mirjam Unger hat den Kinderbuchklassiker erstmals liebevoll fürs Kino adaptiert. „Maikäfer, flieg!“ ist ein unterhaltsamer wie zugleich ernsthafter Film, der von Flucht und großer Not, aber auch von Freundschaft und Menschlichkeit in einer unmenschlichen Zeit erzählt. Großes Kino aus Österreich.  (n. W-Film Verleih) (Trailer / Filmseite Verleih)  (Filmwebseite)

Quelle: W-Film