2017 - Oktober

Auftakt zur SPATZ - TOUR 2017:

Quelle: Constantin Filmverleih

Mittwoch   04.10.

10.00 Uhr   Ferienkino

Timm Thaler

oder das verkaufte Lachen

Dt. 2016/17, 102 Min.

Regie: Andreas Dresen

Timm Thalers Lachen kann niemand widerstehen. Es ist so ansteckend und entwaffnend, dass der schwerreiche Baron Lefuet es unbedingt besitzen will. Und so schlägt Lefuet dem Waisenjungen einen ungewöhnlichen Handel vor: Wenn Timm ihm sein Lachen verkauft, wird er in Zukunft jede Wette gewinnen. Timm unterschreibt den Vertrag. Dank der neuen Fähigkeit kann der Junge sich nun scheinbar alle Wünsche erfüllen, aber ohne sein Lachen wird er auch immer einsamer und gerät mehr und mehr in die Fänge des teuflischen Barons. Doch Timms Freunde Ida und Kreschimir  setzen alles daran, damit er sein Lachen zurückerhält. Wird es ihnen gemeinsam mit Timm gelingen, den Baron zu überlisten?

Für seine Rolle als Timm Thaler bekam Arved Friese von der Kinderjury den GOLDENEN SPATZ als bester Darsteller verliehen!

(n.Constantin Filmverleih / Festivalprogramm)  ( Trailer u. Filmwebseite )

Quelle: Farbfilm Verleih

Donnerstag    05.10.      und

Freitag            06.10.

20.00 Uhr

Lucky Loser -

Ein Sommer in der Bredouille

Dt. 2017, 94 Min.

Buch u. Regie: Nico Sommer

Bei Mike (Peter Trabner) läuft´s alles andere als rund: Wohnung weg, Job eine Einbahnstraße und zu allem Übel schlägt sein kleines Loser-Herz immer noch für Ex-Frau Claudia (Annette Frier). Für ihn ist es nur eine 9-jährige Beziehungspause, für Claudia ist er jedoch eine Katastrophe auf zwei Beinen. Zumal sie seit Jahren mit Thomas (Kai Wiesinger) liiert ist und ein spießiges Vorstadtleben führt. Als die gemeinsame Teenie-Tochter Hannah plötzlich beschließt, zu ihrem Vater zu ziehen, steckt Mike in der Bredouille. Wo sollen sie bloß hin? Notgedrungen geht’s auf einen Campingplatz, wo zu Mikes Entsetzen noch Hannahs heimlicher Freund Otto auftaucht. Chaos ahnend, macht sich auch Claudia auf den Weg … das Durcheinander ist perfekt, doch Mike wittert seine zweite Chance ...

Provokant, charmant und mit der perfekten Prise an schwarzem Humor und Tiefgang erzählt Regisseur Nico Sommer („Familienfieber“, „Silvi“) in seiner erfrischenden Komödie das Leben von Mike: Fünfzig, wohnungslos und das Herz am rechten Fleck – und auf der Suche nach der wahren (alten) Liebe.

(n. Farbfilm Verleih)  ( Trailer u. Filmwebseite )

Peter Trabner u. Annette Frier - Quelle: Farbfilm Verleih
Quelle: Piffl - Medien

Donnerstag    12.10.      und

Freitag            13.10.

20.00 Uhr

Helle Nächte

Dt./Norw. 2017, 86 Min.,

Buch u. Regie: Thomas Arslan

Mit seiner Freundin lebt der aus Österreich stammende Bauinge-nieur Michael in Berlin. Schon seit Jahren hat er kaum Kontakt zu seinem 14-jährigen Sohn Luis. Als Michaels Vater stirbt, reisen die beiden dennoch gemeinsam zum Begräbnis in die Einsamkeit des nördlichen Norwegens. Im abgelegenen Haus des Verstor-benen beginnt Michael, dessen persönliche Gegenstände zu verpacken, wortlos beobachtet von seinem Sohn. Zwei einander fremde Menschen, gefangen in einer intimen Situation. Nach der Trauerfeier überrascht Michael Luis mit dem Vorschlag, noch ein paar Tage in der Region zu verbringen. Es beginnt ein Roadmovie und eine Reise in eine Vergangenheit, die es nicht gab. Das Zusammensein gestaltet sich schwieriger als erwartet. Weil man nie einen Alltag zusammen hatte, bleibt der tägliche Umgang ungewohnt: Michael überspielt die Situation, bei Luis zeigt sich, wie verletzt er ist. Die jahrelange Abwesenheit seines Vaters steht wie eine Wand zwischen den beiden. Im Auto herrscht die Stille vor dem Sturm. Während der langen Tage der Sommersonnenwende, in denen es niemals dunkel wird, versucht Michael den Kreislauf der Wiederholungen zu durchbrechen, um einen gemeinsamen Weg zu finden.

Mit „Helle Nächte“ zeigt Thomas Arslan erneut sein Gespür fürs präzise und intime Drama. Beide Hauptdarsteller glänzen mit ihrem extrem sparsamen aber sehr nuancierten Spiel. Entstanden ist ein eher stilles Drama, vor der eindrucksvollen Kulisse norwegischer einsamer Landschaften, und mit wunderbaren Schauspielern, allen voran Georg Friedrich, dessen Darstellung des Vaters herausragend ist. Er erhielt auf der Berlinale 2017 den Silbernen Bären für den besten Hauptdarsteller.

(n. Piffl - Medien Filmverleih)  ( Trailer u. Filmwebseite )

Georg Friedrich - ausgezeichnet mit dem Silbernen Bären // Quelle: Piffl - Medien
Quelle: Real Fiction

Donnerstag    19.10.

20.00 Uhr

Revolution of Sound. 

Tangerine Dream

Dt. 2017, Dok., 86 Min.

Regie: Margarete Kreuzer 

Mit seiner Band TANGERINE DREAM war Edgar Froese, Pionier der elektronischen Musik, auf einer lebenslangen Suche nach dem ultimativen Sound. Er verarbeitete Herz-schläge und Atemlaute, experi-mentierte mit Synthesizern und Geräuschen, die NASA und ESA im All fanden. Die Band gründet sich in einer Zeit, als Juri Gagarin und Neil Armstrong zu neuen Welten aufbrechen. Ende der 60er Jahre ist der Kalte Krieg in vollem Gange und das Universum wird zum Sehnsuchtsort. TANGERINE DREAM erschafft Klangwelten, die den Hörer in andere Sphären katapultieren und das Bewusstsein auch ohne Drogen erweitern.

Das Spiel mit dem Unbewussten lernt der Musiker Edgar Froese bei Salvador In den 70er und 80er Jahren begründet TANGERINE DREAM die sogenannte Berliner Schule, verbannt klassische Instrumente von der Bühne und macht altargroßen Moogs und Synthesizern Platz, mit denen sie spektakuläre Bühnenshows vor Hunderttausenden in aller Welt inszenieren. Anfang der 70er, eingeladen nach Oxfordshire entsteht das Album „Phaedra“, das TD in die Top Ten der britischen Charts befördert. Diesem Erfolg gingen die Alben „Alpha Centauri“, „Atem“ und „Zeit“ voraus. Edgar Froese selbst wird im Film zum Erzähler post mortem (Sprecher: Alexander Hacke). Mit Zitaten aus seiner Biografie führt er den Zuschauer durch die Dokumentation. Zeit ist ein bedeutender Begriff im Schaffensprozess von TANGERINE DREAM. Sounds werden unablässig wiederholt, auf Instrumente in unterschiedlichsten Variationen übertragen und vervielfältigt. Bislang ungehörte Klangstrukturen entstehen. Inspiration fand Froese dazu auch bei Johann Sebastian Bach und Joseph Haydn. Hollywood entdeckt die Band und zahlreiche Filmmusiken entstehen.

Der Film zeigt bisher unveröffentlichte Filmaufnahmen, vom Bandleader persönlich und seinem engen Umfeld gedreht. Wir sehen die Band hinter den Kulissen, auf Touren in Europa und Amerika, beim Fotoshooting mit Jim Rakete oder beim Urlaub am Meer. Aufzeichnungen und Interviews mit seiner Ehefrau Bianca Froese-Acquaye, seinem Sohn Musiker Jerome Froese, mit Bandmitgliedern, engen Vertrauten und befreundeten Künstlern zeichnen die einzigartige Bandgeschichte von TANGERINE DREAM nach.

(n. Real Fiction Filmverleih)  ( Trailer u. Filmseite/Verleih )

Planetarium Berlin 1974 (Copyright: Eastgate Music ) // Quelle: Real Fiction Film

In Kooperation mit dem Fachdienst Gesundheit der Stadt Gera

anlässlich der

Woche der seelischen Gesundheit 2017 <

Quelle: Filmperlen

Dienstag    24.10.

17.00 Uhr   u.   20.00 Uhr

Die beste aller Welten

Österr./Dt. 2017, 98 Min.

Regie: Adrian Goiginger

Der aufgeweckte siebenjährige Adrian wächst mit seiner liebevollen, heroinabhängigen Mutter und ihren Freunden im Salzburg der 90er Jahre auf. Der Stadtrand von Salzburg und sein Leben ist für ihn ein einziger Abenteuerspielplatz. Er findet es toll, dass seine Mutter Helga viel Zeit mit ihm verbringt, wenn er nicht gerade allein draußen spielt. Dass sie, ihr Lebensgefährte Günter und Freunde der Familie abwechselnd euphorisch und niedergeschlagen sind, ist für den Jungen normal, denn die Mutter versteckt die Drogensucht zunächst geschickt vor ihrem Sohn, der ein anderes Leben auch gar nicht kennengelernt hat. Auch dem Jugendamt konnte die Mutter mit Adrians Unterstützung stets einen geregelten Alltag vormachen. Doch eines Tages stirbt Helgas Dealer in ihrer Wohnung und die Polizei schaltet sich ein. Das Jugendamt als auch die Brutalität der Abhängigkeit drohen nun, die Welt des Jungen zu zerstören. Seine Mutter, die bisher noch nie einen Drogenentzug durchhielt, muss nun wirklich clean werden, wenn sie den Jungen nicht endgültig verlieren will.

Der Film ist eine Liebesgeschichte zwischen einem Jungen und seiner Mutter, die ihren Sohn über alles liebt und doch so gefangen ist in ihrer Sucht. Doch durch die einzigartige Liebe zueinander wird ihr Leben nicht nur erträglich, vielmehr erschaffen sie sich ihre eigene Welt - "Die beste aller Welten.“ Die Geschichte basiert auf wahren Ereignissen und gewann bei der Berlinale 2017 den neuen Kompass-Perspektive-Preis für den besten Film des Programms.

Adrian Goiginger erzählt in seinem fesselnden Debütfilm seine eigene Geschichte und schafft damit eine Hommage an seine Mutter, einer starken Frau, trotz aller widrigen Umstände. Mit dem österreichischen Shooting-Star Verena Altenberger, die für die Rolle der Mutter als beste österreichische Schauspielerin ausgezeichnet wurde, und der Entdeckung Jeremy Miliker, der den Siebenjährigen unglaublich authentisch, echt und lebendig spielt.

(n. Verleih Filmperlen )  ( Trailer u. Filmwebseite )

Quelle: Filmperlen
Quelle: Film Kino Text

Donnerstag    26.10.      und

Freitag            27.10.

20.00 Uhr

Ich wünsche dir

ein schönes Leben

Fra. 2015, 100 Min., OmU

Buch u. Regie: Ounie Lecomte

Elisa ist Physiotherapeutin und nimmt eine Vertretungsstelle in Dünkirchen an. Vor 30 Jahren wurde Elisa in dieser Stadt anonym geboren und direkt zur Adoption freigegeben. Obwohl sich ihre Mutter nach wie vor nicht zu erkennen geben möchte, hofft Elisa auf ein Einlenken oder auf den Zufall. Sie möchte nicht nur ihre eigenen, sondern auch die Fragen ihres Sohnes Noah beantworten können… Die Regisseurin Ounie Lecomte ist selbst bei Adoptiveltern aufgewachsen. In ihrem sehr fein austarierten zweiten Langfilm spielt sie alle die Fragen durch, die sie und andere adoptierte sich schon ihr ganzes Leben stellen. Gibt es ein körperliches Erkennen zwischen Mutter und Tochter, obwohl sie sich nach der Geburt nie wieder begegnet sind? Was hält eine Frau davon ab, sich zu erkennen zu geben, wenn die Adoptionsbehörde im Namen der Tochter und der Enkel nach ihr fragt? Was führte dazu, dass eine Mutter ihr Kind direkt nach der Geburt zur Adoption freigibt?... Ein wirklich berührender Film aus Frankreich. Neben dem Thema der anonymen Geburt, das der Film mit viel Gefühl und Würde beleuchtet, ist es auch der präzise Blick auf diese Geschichte und das Leben ihrer Menschen, der den Wert dieses Films ausmacht.

(n. Film Kino Text Verleih)  ( Trailer u. Filmseite Verleih )

Quelle: Film Kino Text