2017 - September

Quelle: Alamode Filmverleih

Donnerstag    07.09.      und

Freitag            08.09.

20.00 Uhr

Ein Chanson für Dich

Belg./Lux./Fra. 2016, 94 Min., Regie: Bavo Defurne

Liliane (Isabelle Huppert) war noch sehr jung, stand erst am Anfang einer glänzenden Karriere als sie auf Platz zwei, hinter ABBA, beim Grand Prix Eurovision de la Chanson landete. Doch ein paar Jahre später trennte sich die Sängerin, die ihren Fans unter dem Künstlernamen „Laura“ bekannt war, von ihrem Manager, der auch ihr Ehemann war. Tony hatte plötzlich eine Neue und nach der Scheidung ging's bergab mit der Karriere. Nun arbeitet Liliane in einer Pasteten-Fabrik und führt ein eintöniges Leben. Die Zeiten, in denen sie als Chanson-Sängerin „Laura“ noch große Erfolge feierte, sind längst vergessen und vorbei. Tagein, tagaus der gleiche Trott. Kinder hat sie keine, Freunde auch nicht. Aber es scheint, dass sie sich in ihrem bescheidenen kleinen Leben eingerichtet hat. Von ihrer schlagzeilenträchtigen Vergangenheit weiß in der Firma jedenfalls niemand, und wenn Liliane hin und wieder nostalgisch wird und dem verlorenen Ruhm ein paar Tränen nachweint, dann tut sie’s heimlich, hinter verschlossenen Türen… Doch als sie Jean (Kévin Azaïs), einen 22-jährigen Boxer, kennenlernt, der in ihr den einstigen Star erkennt, ändert sich alles. Er verliebt sich in Liliane und überzeugt sie, dass es an der Zeit ist, ins Rampenlicht zurückzukehren.

In EIN CHANSON FÜR DICH spielt Isabelle Huppert eine Frau, die ein Comeback wagt - auf der Bühne wie in der Liebe. Die ergreifend-poetische Romanze von Regisseur Bavo Defurne wird stimmungsvoll untermalt mit der Musik von Pink Martini. Eine leichtherzige Liebesgeschichte, so amüsant wie charmant, und mit mitreißenden Songs untermalt. Charmant und mit einem Hauch Melancholie zeigt Isabelle Huppert eine besonders starken Performance.

(n. Alamode Filmverleih)  ( Trailer u. Filmwebseite )

Quelle: Alamode Filmverleih

Sondervorstellungen in Zusammenarbeit mit dem

SRH Waldklinikum Gera, anlässlich der

1. Hospiz- u. Palliativtage (13. - 15.09.2017 im COMMA in Gera)

Quelle: Studiocanal

Mittwoch      13.09.

10.00  /  20.00 Uhr

Oskar und

die Dame in Rosa

Fra. 2009, 105 Min., Buch u.

Regie: Eric-Emmanuel Schmitt

Rose, "Die Dame in Rosa", stolpert in einem Hospital im wahrsten Sinne über den schwer kranken 10 -jährigen Oskar (Amir). Mit ihrer energischen Art bringt sie den verschlossenen Jungen zum Lachen. Fortan will Oskar nur noch mit ihr reden. Mit einem Trick erfüllt der Doktor seinen großen Wunsch: Er engagiert Rose kurzerhand als Pizzalieferantin für die Klinik mit Sonderauftrag "Oskar". Täglich besucht sie nun den Jungen und zwischen beiden entwickelt sich eine tiefe Freundschaft. Um Oskar auf andere Gedanken zu bringen, schlägt sie ihm ein Spiel vor: Er soll sich vorstellen, dass er an jedem einzelnen Tag so viel erlebt wie andere in zehn Jahren. Dank Roses Hilfe erobert sich Oskar in den nächsten zwölf Tagen sein Leben zurück. Mit der gleichaltrigen Peggy Blue erlebt er die erste Liebe, er wird reifer und weise. Noch ahnt Rose nicht, wie die Begegnung mit Oskar auch ihr eigenes Leben beeinflussen wird...  (Trailer bei vimeo)

Eric-Emmanuel Schmitt gehört zu den wenigen Schriftstellern, die gleichzeitig das Herz berühren und das Zwerchfell kitzeln. Mit diesem Film hat der renommierte Autor seinen gleichnamigen Roman selbst verfilmt. Wie schon in seinem Regiedebüt "Odette Toulemonde" beweist Schmitt erneut sein Gespür für schillernde Alltagshelden, die sich mühelos in die Herzen des Publikums stehlen. Um die zarte, tragikomische Geschichte einer besonderen Freundschaft zu erzählen, holte er sich eine Riege wunderbarer Darsteller, darunter Weltstar Max von Sydow, Michèle Laroque und den kleinen Amir in seinem großartigen Kinodebüt als Oskar. Eric-Emmanuel Schmitt plädiert in seinem Film mit humorvoller Gelassenheit für Güte, Verständnis und Menschlichkeit. Sein anrührender Film ist aber in erster Linie eine tiefe Verneigung vor dem Leben.  (n. Studiocanal Filmverleih ) (Trailer / Filmseite Verleih)

Quelle: Studiocanal

Sondervorstellungen in Zusammenarbeit mit dem

SRH Waldklinikum Gera, anlässlich der

1. Hospiz- u. Palliativtage (13. - 15.09.2017 im COMMA in Gera)

Quelle: lebenskuenstlerinnen.de

Donnerstag      14.09.

bereits 16.00 Uhr !

Bilder, die bleiben

Dt. 2007, Dok., 52 Min., ein Film von

Katharina Gruber u. Gisela Tuchtenhagen

nach einer Idee von Gesine Meerwein. Gesine Meerwein ist 45 Jahre alt. Sie lebt mit unberechenbaren Schmerzschüben und mit der Diagnose „schnellwachsende Metastasen“. Fast vier Jahre lang rechnet sie damit, bald sterben zu müssen. Offen und eigenwillig setzt sie sich mit Tod und Bestattung auseinander. Sie bindet  ihr Freundinnennetz und ihre Familie in diesen intensiven Prozess ein. Als die Dreharbeiten für den Film beginnen, weiß niemand, dass es jetzt tatsächlich die letzten drei Monate ihres Lebens sind…  (mehr Infos zum Film hier)

Diskussion mit Gästen im Anschluss

Quelle: GMFilms

Freitag            15.09.

20.00 Uhr

Kommen Rührgeräte

in den Himmel ?

Dt. 2016, Dok., 94 Min.,

Buch/Regie: Reinhard Günzler

Carmen stammt aus der Schweiz und studiert Design im exotischen Thüringen. Nachdem ihr nagelneuer Mixer bei dem aufwühlenden Versuch, einen Kuchen zu backen, den Geist aufgegeben hat, entdeckt sie auf einem Jenaer Flohmarkt ein Rührgerät aus DDR-Zeiten.

Es leuchtet in grellem Orange, ist deutlich älter als sie selbst -- und trotzdem noch tadellos in Form. Es heißt RG 28.  Carmen ist von dem Rührer aus dem „Elektrogerätewerk Suhl“ fasziniert. Um hinter das Geheimnis seiner sagenhaften Langlebigkeit zu kommen, begibt sie sich auf eine Forschungsreise in die Welt der Gerätschaften. Sie fragt Konstrukteure und Technologen, Designer und Ökonomen, Historiker, Theologen und Psychologen: In welchem Verhältnis stehen wir zu unseren Erzeugnissen? Und wie verändert sich diese Beziehung? Auf ihrem Trip begegnet Carmen den Menschen, die einst ihr RG 28 gebaut haben. Sie hört Geschichten von einer fremden, untergegangenen Wirtschaftsform, einem System, in dem die Mitarbeiter sich mit „ihrem“ Betrieb und „ihren“ Produkten vollkommen identifizieren konnten. Ist die innere Verbundenheit des Schöpfers mit seinem Werk die wesentliche Voraussetzung für ein gutes Produkt? Macht es einen Unterschied, ob wir Dinge herstellen, um einen Unternehmer oder einen Aktienbesitzer noch ein bisschen reicher zu machen, oder ob wir Dinge schaffen, von denen wir glauben, dass die Menschen sie brauchen?

Wo und unter welchen Bedingungen wird der größte Teil unserer Gebrauchsgegenstände heute hergestellt? Und warum werfen wir vieles davon schon nach wenigen Jahren wieder auf den Müll? Können wir zu einem Ding, dem nur eine geringe Lebenserwartung vergönnt ist, noch eine respektvolle Beziehung entwickeln? Ihre Begegnungen und Gespräche führen Carmen schließlich zu der Frage, ob es ethisch vertretbar ist, unseren Erzeugnissen das zu verweigern, was wir für uns selbst erhoffen: Ein langes Leben.

Eine humorvolle und poetische  Betrachtung zum Themas Nachhaltigkeit, anhand eines kultigen, handlichen, orange-leuchtenden Rührgeräts. Charmant und aufwendig recherchiert ist der Film auch ein Plädoyer für den bewussteren Umgang mit Produkten und zeigt, wie wir zu klügeren Konsumenten werden können. Ein erfrischend provozierender Beitrag zur Nachhaltigkeitsdebatte anhand des legendären Handrühr- und Mixgerät RG 28.

(n. GMFilms Verleih) ( Trailer )  ( Filmwebseite Verleih )

Quelle: GMFilms
Quelle: Zorro Film Verleih

Donnerstag    21.09.   und

Freitag            22.09.

20.00 Uhr

Meine glückliche Familie

Dt./Fra./Georgien 2017, 120 Min.

Regie: Nana Ekvtimishvili

und Simon Gross

Am Abend ihres 52. Geburtstags verkündet die Literaturlehrerin Manana ihrer völlig überraschten Familie, dass sie Raum für sich benötigt und daher ausziehen wird, nachdem sie 30 Jahre lang mit ihrem Mann verheiratet ist und zusammen mit diesem, ihren Eltern und ihren zwei erwachsenen Kindern samt einem Schwieger-sohn in einer Drei-Zimmer-Wohnung in Tbilisi lebt. Die Familienmitglieder aus drei Generationen sind äußerst unterschiedliche Charaktere. Es sind Manana’s Ehemann Soso, ihre Tochter Nino, die verheiratet ist mit ihrem Mann Vakho Dazu Manana’s Sohn Lasha, sowie Manana’s Mutter Lamara, die Stütze der Familie und schließlich noch Manana’s Vater Otar, der nach einem langen und anstrengenden Leben sehnsüchtig vom Tod träumt, welcher jedoch auf sich warten lässt.

Zunächst nimmt die Familie Manana’s Entscheidung nicht ernst. Doch als diese tatsächlich ihren Koffer packt und geht, sind alle geschockt und fassungslos: Wohin will sie denn gehen? Wer hat sie dermaßen aufgeregt? Manana ist doch bereits jenseits des „Scheidungsalters“ und hat einen guten Mann, der weder trinkt, noch Drogen nimmt oder sie schlägt…

MEINE GLÜCKLICHE FAMILIE begibt sich auf eine Reise in eine Welt, in der vor allem Frauen mit fest gefügten gesellschaftlichen Konventionen meist unter Kontrolle gehalten werden. Mit einem Ausbruch aus diesen Konventionen setzen nicht nur sie sich massiven Anfeindungen aus, auch ihre Familien geraten darüber unter Druck. Ein lebensfrohes und beinahe rauschhaft inszeniertes Drama und ein sehr präzises und liebevolles Portrait einer Großfamilie. Ein entdeckenswerter Glücksfall fürs Kino.

(n. Zorro Film Verleih)  ( Trailer u. Filmseite Filmagentur

Quelle: Zorro Film Verleih
Quelle: Film Kino Text

Donnerstag    28.09.   und

Freitag            29.09.

20.00 Uhr

Barfuss in Paris

Fra./Bel.2016, 83 Min., OmU

Buch u. Regie: Dominique Abel u. Fiona Gordon

Fiona hat ihre Tante Martha Jahrzehnte nicht gesehen. Martha hat ihr Dorf im einsamen Norden Kanadas verlassen und ihr Glück in Paris gesucht. Eines Tages erhält Fiona einen verwirrten Brief ihrer Tante aus dem sie schließt, dass ihre Tante in ein Altersheim gebracht werden soll, weil sie nicht mehr alleine klar kommt. Fiona reist nach Paris um ihrer Tante zu helfen. Als Fiona in Paris ankommt ist Martha verschwunden. Fiona macht sich nun in der fremden Großstadt auf die Suche nach ihr, und damit beginnt für die Kanadierin eine Odyssee durch Paris, bei der sie die Bekanntschaft einiger, interessanter wie auch skurriler Zeitgenossen macht, die ihr Bild von Paris gehörig auf den Kopf stellen. Dabei trifft sie auch immer wieder auf den Herumtreiber und Obdachlosen Dom, der sich in Fiona verliebt und ihr folgt…

Die Filme der beiden Tänzer Dominique Abel und Fiona Gordon sind u.a. durch ihren tänzerischen Bezug zu den Slapstick Anfängen der Kinounterhaltung etwas ganz besonderes. In ihrem aktuellen Film ist neben Pierre Richard die kürzlich verstorbene Emmanuelle Riva (Martha), die mit Alain Resnais "Hiroshima mon amour" und Michael Hanekes "Amour" unsterblich geworden ist, in einer ihrer letzten Rollen zu sehen.

(n. Film Kino Text Verleih)  ( dt. Trailer bei youtube )  ( Filmseite Verleih

Quelle: Film Kino Text Verleih // Fiona Gordon u. Dominique Abel