2018 - April

Quelle: Farbfilm Verleih

Donnerstag    05.04.      und

Freitag            06.04.

20.00 Uhr

Die Anfängerin

Dt. 2017, 98 Min.

Buch u. Regie: Alexandra Sell

Der Film erzählt mit feinem Humor die späte Coming-of-Age-Geschichte der Ärztin Annebärbel, die mit fast 60 Jahren wieder zu den Schlitt-schuhen greift, um ihren Kindheitstraum vom Eiskunst-laufen wahr zu machen. Alexandra Sells visuell starkes Spielfilmdebüt taucht dabei auch ein in die faszinierende Welt des Eiskunstlaufs, die noch nie so authentisch im deutschen Kino gezeigt wurde.

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! Zur Vorstellung am Freitag 06.04.

  wird die Eiskunstlauf-Weltmeisterin Christine Stüber-Errath

  bei uns zu Gast sein !

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Mit 58 Jahren ist Dr. med Annebärbel Buschhaus (Ulrike Krumbiegel) in ihrem Leben erstarrt wie ein Eisblock. Als Ärztin zeigt sie wenig Mitgefühl, als Ehefrau wenig Liebe. In ihrer freudlosen Welt zählt nur eins: Die Meinung ihrer perfektionistischen Mutter Irene (Annekathrin Bürger), die mit Kritik an Annebärbels Fähigkeiten als Ärztin, Tochter und Ehefrau nicht spart. Nichts was Annebärbel tut, ist gut genug für Irene. Erst recht nicht, seit Annebärbel Irenes Arztpraxis übernommen hat. Als Annebärbel auch noch kurz vor Weihnachten von ihrem Mann verlassen wird, bricht ihr sorgsam errichtetes Kartenhaus zusammen. Annebärbel flüchtet sich in die Arbeit. Beim nächtlichen Bereitschaftsdienst an der Eishalle des Olympiastützpunktes Berlin offenbart sich der Ärztin eine Welt voller Eleganz, Leichtigkeit und Freiheit, die sie bereits als Kind begeisterte und von der sie nun aufs Neue magisch angezogen wird. Auf den Spuren ihres Kindheitstraums zieht sie nach 50 Jahren erneut die Schlittschuhe an. Sie will nochmal ganz von vorne anfangen, zum Missfallen ihrer Mutter, die ihr Lebenswerk, die Arztpraxis, in Gefahr sieht und nun selbst wieder den Arztkittel überwirft. Annebärbel hingegen blüht inmitten einer Gruppe Hobbyeisläufer förmlich auf und findet in der Berliner Jugendmeisterin Jolina schließlich eine Vertraute, die ihr Sicherheit auf dem Eis gibt, und nicht nur dort. Als Annebärbel jedoch auf die gleichaltrige Eiskunstlauf-Weltmeisterin von 1974, Christine Stüber-Errath, trifft, brechen alte Wunden auf…

Ulrike Krumbiegel brilliert als Annebärbel Buschhaus. Eigens für die Dreharbeiten nahm sie Eiskunstlauf-Unterricht, studierte eine Kür ein und ließ es sich nicht nehmen, auch die Sturzszenen auf dem Eis selbst auszuführen.   (n. Farbfilm Verleih)    ( Trailer und Filmwebseite )

Quelle: Farbfilm Verleih
Quelle: Farbfilm Verleih

Mittwoch        11.04.      und

Samstag         14.04.

20.00 Uhr

LICHT

Österr./Dt. 2017, 97 Min.

Regie: Barbara Alber

Wien 1777. Die früh erblindete 18jährige Maria Theresia „Resi“ Paradis ist als Klavier-Wunderkind in der Wiener Gesellschaft bekannt. Nach zahllosen medizinischen Fehlbehandlungen wird sie von ihren ehrgeizigen Eltern dem wegen seiner neuartigen Methoden umstrittenen Arzt Franz Anton Mesmer anvertraut. Langsam beginnt Resi in dem offenen Haus der Mesmers, zwischen Rokoko und Aufklärung, im Kreise wundersamer Patienten und dem Stubenmädchen Agnes, das erste Mal in ihrem Leben Freiheit zu spüren. Als Resi in Folge der Behandlung erste Bilder wahrzunehmen beginnt, bemerkt sie allerdings mit Schrecken, dass dadurch ihre musikalische Virtuosität verloren geht...

Mit ihrem Spielfilm erzählt die österreichische Regisseurin Barbara Albert (u.a. Die Lebenden, Fallen, Böse Zellen) eine Parabel über die Macht der Musik zur Zeit Mozarts in Wien. Aufwendig inszeniert und mit großem Einfühlungsvermögen beschreibt das Historiendrama die Suche nach der eigenen Identität zwischen Lichtblicken und Schattenseiten, zwischen Schein und Sein, zwischen Sehen und Gesehen werden. Die schicksalhafte Geschichte basiert auf dem Spiegel-Bestseller „Am Anfang war die Nacht Musik“ von Alissa Walser, der Kritiker und Leser gleichermaßen begeisterte. Der poetisch komponierte Film überzeugt außerdem durch ein brillantes und hochkarätiges Schauspieler-Ensemble.   (n. Farbfilm Verleih)   

( Trailer und Filmwebseite )

Quelle: Farbfilm Verleih

Donnerstag    19.04.      und

Freitag            20.04.

20.00 Uhr

Mit dem Herz

      durch die Wand 

Fra. 2015/16, 90 Min.

Regie: Clovis Cornillac

Mauerblümchen trifft Einsiedler. Eine junge Pianistin hat die perfekten vier Wände gefunden, um für die Aufnahmeprüfung am Konservatorium zu üben. Das glaubt sie jedenfalls. Doch plötzlich beginnt es, in der Wohnung zu spuken…

Schnell stellt sich raus, dass hinter dem einfallsreichen Spuk ein ruheliebender Nachbar steckt, der sich nur zu gern seinen erfinderischen Tüfteleien widmet und dessen Toleranzvorrat für die Welt da draußen schon lange aufgebraucht ist. So sehr er seine Wohnung liebt, so sehr hasst er ihre hellhörigen Wände und die stets wechselnden Bewohner dahinter. Doch mit solch einer hartnäckigen Nachbarin hat er nicht gerechnet und die beiden finden bald Gefallen daran, sich das Leben gegenseitig zur Hölle zu machen. Was folgt, ist ein unsagbar lauter Nachbarschaftswettstreit. Und dabei werden harte und kreative Geschütze aufgefahren, bis ein Mixer explodiert, die Finger im Klavier feststecken und der Geduldsfaden reißt. Was die Sturköpfe nicht ahnen: sie teilen eine gemeinsame Leidenschaft und das Herz geht auch mal ungewöhnliche Wege.

Mit viel Witz und gnadenloser Angriffslust ist der Film farbenfrohes und originelles Komödienkino aus Frankreich. Clovis Cornillac und Mélanie Bernier (Mademoiselle Populaire, Das Labyrinth der Wörter) brillieren als streitsüchtige Nachbarn, deren Anziehungskraft jedes Mauerwerk zum Einsturz bringt. Eine fabelhafte Liebesgeschichte über lautstarke Annäherungsversuche und unsichtbare Leidenschaften, die auch mal die Wände wackeln lässt.   (n. Neue Visionen Filmverleih)   

( Trailer und Filmwebseite )

Quelle: Neue Visionen Filmverleih

In Kooperation mit dem Umweltverein GRÜNES HAUS GERA e.V.

Quelle: imFILM Verleih

Mittwoch             25.04.      und

Donnerstag        26.04.

20.00 Uhr

FURUSATO -

Wunde Heimat

Dt./Jap./USA 2016/17, 94 Min.

Buch u. Regie:

Thorsten Trimpop

Warum leben Menschen in einer Gegend, von der sie wissen, dass von ihr eine unsichtbare tödliche Gefahr ausgeht? Dieser Frage spürt Thorsten Trimpop in seinem preisge-krönten Dokumentarfilm nach.

Die Stadt Minamisoma im Distrikt Fukushima ist eine geteilte Stadt. Ein Teil liegt in der evakuierten 20-Kilometer-Sperrzone um den havarierten Reaktor, im übrigen Teil gilt die Stadt nach der Reaktorkatastrophe von 2011 trotz viel zu hoher Strahlenwerte weiterhin als bewohnbar. Dort leben noch immer knapp 57.000 Menschen. Warum?

In Japan hat Heimat eine tiefe Bedeutung. Die Landschaft, in die man geboren wird, trägt der Mensch ein Leben lang in sich. Sie prägt ihn, sie ist ihm heilig: sie ist ein FURUSATO. So fühlen sich die verbliebenen Bewohner der Gegend um Fukushima verantwortlich - für ihre Heimat, die Aufrechterhaltung ihrer Traditionen, ihre Mitmenschen oder Tiere. Menschen wie der Aktivist Bansho, die junge Pferdezüchterin Miwa oder die ältere Frau Noda - sie alle bleiben in der Heimat, mit zum Teil bereits spürbaren Folgen für ihre Gesundheit. Wobei nicht alle von ihnen diese Entscheidung freiwillig treffen - Entschädigungszahlungen für ihre unbewohnbaren Häuser haben nur Wenige erhalten, Andere - wie die Familie von Miwa - haben keinerlei Hilfen bekommen. Sie können es sich schlicht nicht leisten zu gehen. Wie auch den Schulkindern, die im Chor "ich liebe Fukushima, ich gehe hier nicht weg" singen, bleibt ihnen keine andere Wahl, als in der verstrahlten Heimat zu bleiben.

Mit zum Teil verstörend poetischen Bildern macht der Film ein Stück die Unsichtbarkeit der radioaktiven Katastrophe sichtbar. Mit den sehenswerten Beobachtungen und Blicken auf einen kontaminierten Alltag spüren wir auch als Zuschauer den Schmerz der Routine nach der Katastrophe.    (n. imFILM Verleih)    ( Trailer und Filmwebseite )

Quelle: imFILM Verleih