2018 - März

Quelle: Weltkino

Samstag         03.03.

20.00 Uhr

Der andere Liebhaber

Fra./Belg. 2017, 107 Min. FSK 16

Buch u. Regie: François Ozon

Als sich die attraktive Chloé in ihren Psychotherapeuten Paul verliebt, scheinen all ihre Probleme gelöst. Sie zieht mit ihm zusammen, doch schon bald merkt sie, dass er ihr etwas verheimlicht. Durch Zufall entdeckt Chloé, dass Paul einen Zwillingsbruder hat, der ebenfalls Therapeut ist. Von Neugier getrieben begibt sie sich bei ihm in Behandlung und ist geschockt: Obwohl er ihm äußerlich aufs Haar gleicht, ist Louis das völlige Gegenteil seines Bruders – arrogant, zynisch und besitzergreifend. Trotzdem fühlt sich Chloé von ihm angezogen und gerät in ein gefährliches Geflecht aus Begierde und Täuschung.

Mit großer Lust variiert François Ozon das Motiv des Doppelgängers auf allen denkbaren filmischen Ebenen und schlägt dabei genüsslich über die Stränge. Gewohnt stilvoll führt er seine Zuschauer hinters Licht. DER ANDERE LIEBHABER basiert lose auf einem Roman von Joyce Carol Oates und feierte seine Premiere bei den Filmfestspielen von Cannes 2017. (n. Weltkino Filmverleih)  ( Trailer und Filmwebseite )

Quelle: Weltkino Filmverleih
Quelle: Farbfilm Verleih

Donnerstag    08.03.      und

Freitag            09.03.

20.00 Uhr

Fühlen Sie sich

manchmal ausgebrannt

und leer?

Dt./NL. 2017, 94 Min.

Buch u. Regie: Lola Randl

Komödie mit Lina Beckmann, Charly Hübner, Benno Fürmann.

Luisa (Lina Beckmann) rast durch ihr Leben. Vom Job nach Hause, vom Ehemann zum Liebhaber, von den Erdnussflips zur Rohkost-Diät. Wem wird das nicht irgendwann zu viel? Als die Paartherapeutin eines Morgens aufwacht, gibt es sie plötzlich doppelt. Sie hat sich über Nacht aufgespalten in die alte Luisa und in die neue Ann (Lina Beckmann). Äußerlich sehen die beiden völlig gleich aus, ansonsten aber sind sie grundverschieden. Luisa steht ständig unter Strom und macht sich über Alles Gedanken. Ann ist tiefenentspannt und stopft alles in sich hinein, worauf sie gerade Lust hat. Nach dem ersten Schock erkennt Luisa die ungeahnten Möglichkeiten, die ihr das zweite Ich eröffnet: Endlich kann sie mit ihrem Lover Leopold (Benno Fürmann) durchbrennen, während Ann sich um ihren Mann Richard (Charly Hübner) kümmert.

Autorin und Regisseurin Lola Randl (u.a. „Die Besucherin“, „Die Libelle und das Nashorn“) nimmt in ihrem burlesken Verwirrspiel die Grenzen und Möglichkeiten weiblicher Machtphantasien aufs Korn. Lina Beckmann wirft sich mit Bravour in ihre Doppelrolle. So fulminant wie virtuos macht sie aus Luisa zwischen unerfüllter Sehnsucht und überbordender Schizophrenie eine ebenso tragische wie hoch-komische Person. An ihrer Seite brillieren Charly Hübner und Benno Fürmann. Auch die Nebenrollen sind stark besetzt: mit Rainer Egger als schrulliger „freudianischer“ Psychiater oder Traute Hoess als esoterische Kollegin.   (n. Farbfilm Verleih)    ( Trailer und Filmwebseite )

Quelle: Farbfilm Verleih
Quelle: Weltkino

Donnerstag    15.03.      und

Freitag            16.03.

20.00 Uhr

The Big Sick

USA 2017, 119 Min.

Regie: Michael Showalter

Mit viel Herz und noch mehr Humor erzählt THE BIG SICK über Liebe und Verzeihen, Familienzwist und das Überwinden kultureller Gren-zen. Der Publikumsliebling des renomierten Sundance - Festivals basiert auf der wahren Geschichte der Drehbuchautoren Emily V. Gordon und Kumail Nanjiani und ist eine dieser berührenden Geschich-ten, wie sie nur das Leben schreiben kann.

Kumail verdient sein Geld damit, andere zum Lachen zu bringen. Und in der Tat hat er viel Stoff zum Witze reißen: Zum Beispiel über seine Familie, die in Amerika lebt, als wäre sie noch in Pakistan, oder über die vielen potenziellen Ehefrauen, die ihm seine Mutter sorgfältig ausgewählt präsentiert. Nach einem seiner Auftritte lernt er die quirlige Frohnatur Emily kennen, die den gleichen Humor hat wie er. Obwohl beide anfangs auf ihrem Single-Dasein beharren, verfallen sie einander schließlich hoffnungslos. Doch Emily erfüllt nicht das wichtigste Kriterium, das Kumails Familie an seine Zukünftige stellt: Sie ist keine Pakistanerin. So steht Kumail bald vor der Frage, ob er auf seine Familie oder auf sein Herz hören soll.

Witzig, bescheiden und klug und in vielen Momenten sehr wahrhaftig gelingt dieser romantischen Komödie, womit sich Hollywood ansonsten so schwertut: glaubhaft von der Liebe zu erzählen. Und so punktet der Film mit glänzenden Dialogen und liebevoll gespielten Charakteren.    (n. Weltkino Filmverleih)    ( Trailer und Filmwebseite )

Quelle: Weltkino
Quelle: Barnsteiner Filmverleih

Freitag            23.03.

20.00 Uhr

Die Einsiedler

Dt./Österr. 2016, 108 Min.

Buch u. Regie: Ronny Trocker

Ronny Trockers stilles aber bildgewaltiges Spielfilmdebüt erzählt von den archaischen Verhältnissen des Berglebens und schildert mit eindringlichen Bildern familiäre Umbrüche in einer kargen und trostlosen Bergregion. Sein Film analysiert die scheinbar unüberbrück-baren Differenzen zwischen den traditionellen und modernen Lebenseinstellungen und nicht zuletzt auch die Sehnsucht nach Liebe. Großartig in der Rolle des Albert agiert der österreichische Schauspieler Andreas Lust.

Albert, der fern von der Stadt auf einem abgelegenen Bauernhof in den Bergen aufwuchs, arbeitet in einem Marmorbruch im Tal. Sein Chef schätzt Alberts Einsatz, aber seine Mutter Marianne (Ingrid Burkhard) kennt den Sohn besser und weiß auch, dass er Probleme im Umgang mit Menschen hat. Sie will nur das Beste für Albert. Nachdem dessen Vater Rudl bei einem Unfall gestorben ist, befürchtet Marianne, dass der Sohn nun den Bauernhof übernehmen würde und er dabei in der Einsamkeit der Alpenregion langsam zugrunde gehen wird. Daher verheimlicht sie den Tod des Vaters vor Albert und begräbt Rudls Leiche auf einem Berg in der Nähe des Hofes. Die harte Arbeit, die sie nun alleine erledigen muss, geht aber bald über ihre Kräfte. Der kommende Winter verspricht auch nichts Gutes. Mit Paola, einer Gastarbeiterin am Marmorbruch scheint auch Bewegung in Alberts Gefühlswelt zu kommen. Die sich anbahnende Liebesgeschichte ist eine neue Erfahrung für ihn und sein Leben im Tal erscheint plötzlich im neuen Licht. Marianne beichtet schließlich den tragischen Tod des Vaters. Wie befürchtet, weckt die Nachricht in Albert das Pflichtgefühl, den Hof übernehmen zu müssen. Gerade jetzt, wo er langsam einen Weg aus seiner sozialen Isolation zu finden scheint, hat die eigentlich ersehnte Rückkehr auf den Hof für Albert jedoch keine Priorität mehr. Der Winter kommt und Albert muss sich entscheiden, will er seine Mutter nicht einsam am Hof erfrieren lassen. Trotz vieler Arbeit am Marmorbruch, bekommt er drei Tage Urlaub. Drei Tage um sein Leben zu ordnen und über die Zukunft zu entscheiden...     (n. Barnsteiner Filmverleih)      ( Trailer und Filmwebseite )

Quelle: Barnsteiner Filmverleih
Quelle: film kino text

Donnerstag    29.03.      und

Freitag            30.03.

20.00 Uhr

Freiheit

Dt./Slowak. 2017, 100 Min.

Buch u. Regie: Jan Speckenbach

Angelehnt an die Dramenheldin Nora von Henrik Ibsen erzählt Jan Speckenbachs Film von einer Frau, die aus ihren bürgerlichen Verhältnissen ausbrechen will, während Mann und Kinder zurückbleiben. Noras Flucht aus der Enge ihres Berliner Lebens offenbart jedoch auch ökono-mische Gründe und so erzählt der Film auf sehr subtile Weise auch von der Macht des Geldes.

Freiheit. Nora geht zur Tür hinaus, verlässt ihren Mann Philip und die beiden Kinder ohne ein Wort der Erklärung. Eine unbändige Kraft treibt sie an: Sie will wieder spüren, dass sie lebt. Nora hat das Gefühl durch ihren Alltag der Welt abhanden gekommen zu sein. Während sie einen neuen Weg sucht, bleibt Philip zurück und muss Kinder, Arbeit und Alltag weiter am Laufen halten, in absoluter Ungewissheit, wann und ob seine Frau überhaupt noch einmal zurückkehren wird. Noras Suche nach Freiheit ist für ihn eine Fessel...

Freiheit ist der zweite Spielfilm des Berliner Regisseurs Jan Speckenbach nach dem vielbeachteten Debüt „Die Vermissten“.  Johanna Wokalek (u.a. „Die Päpstin“, „Der Baader Meinhof Komplex“) und Hans-Jochen Wagner ("Kommissarin Heller") spielen die Hauptrollen in diesem sensiblen und bereits viel diskutierten Drama.

(n. film kino text)      ( Trailer )     ( Filmseite Verleih )

Quelle: film kino text