2018 - November

Der für Do. o1.11. geplante Vorstellungstermin  muss wegen einer Gaststättenveranstaltung leider entfallen.  

Quelle: mindjazz pictures

Donnerstag       08.11.

20.00 Uhr

Der letzte Dalai Lama?

USA 2017, Dok., 82 Min.

Buch u. Regie: Mickey Lemle

Seit mehr als 1000 Jahren lehrt die Buddhistische Psychologie Techniken, um negative, betrübende Emotionen wie Wut, Habgier u.a. zu überwinden. Auch namenhafte Forscher, sowie immer mehr Praktizierende in der westlichen Welt erkennen heute, dass die tibetische Philosophie weit mehr ist als eine Religion, sie gilt als Wissenschaft des Geistes. Dieser Verdienst wird auch dem 14. Dalai Lama zuteil. Er ist eng mit seinem Schicksal im Exil verbunden und mit den Brücken, die er zwischen den Welten baute.

Mickey Lemle folgt in seinem neuen Film mit ganz persönlichem Blick den Spuren des Dalai Lamas, seines jahrzehntelangen Wirkens, und fragt, was ihn heute mit 82 Jahren beschäftigt. Auch im hohen Alter hält der Dalai Lama mit Hingabe an der Verbreitung seiner Erkenntnisse und lebenspraktischen Techniken fest, um destruktive Emotionen zu überwinden und Mitgefühl für sich und andere zu erlernen. Seine Mission: Jedem Menschen Zugang dazu verschaffen. Dafür forderte er vor 20 Jahren renommierte Neurowissenschaftler*innen und Hirnforscher*innen heraus, deren Erkenntnisse jetzt vorliegen. Sie sollten zeigen, welche Funktionsweisen unser Geist verfolgt, wenn wir traurig oder bedrückt sind. Ein Atlas der Emotionen entstand, der Bewusstsein und Verständnis für den eigenen Geist schaffen soll.

Der Film verknüpft diese Erkenntnisse mit dem Leben eines Mannes, der seine Existenz der Liebe und dem Mitgefühl aller Lebewesen gewidmet hat, entgegen allen politischen Widerständen, die gerade jetzt wieder gefährlich lodern. Mickey Lemle folgt dem Dalai Lama seit vielen Jahren. 1992 drehte er den ersten großen Film über sein Leben „Compassion in Exile“. Hier begegnen sich die beiden erneut. DER LETZTE DALAI LAMA? ist ein spannendes persönliches Portrait und spirituelles Testament und zeigt den progressiven Versuch einer Versöhnung zwischen alten Traditionen und moderner Wissenschaft.

(n. mindjazz pictures)    ( Trailer und Filmwebseite )

Quelle: mindjazz pictures
Quelle: Weltkino Filmverleih

Donnerstag       15.11.     und

Freitag             16.11.

20.00 Uhr

Utøya 22. Juli

Norw. 2018, 93 Min.

Regie: Erik Poppe

Die 18-jährige Kaja verbringt mit ihrer jüngeren Schwester Emilie ein paar ausgelassene Ferientage in einem Sommercamp auf der norwegischen Insel Utøya. Es gibt Streit zwischen den Schwestern und Kaja geht alleine zu dem geplanten Barbecue. Angeregt diskutieren die Jugendlichen über aktuelle politische Entwicklungen, als plötzlich Schüsse fallen. Erschrocken suchen Kaja und die anderen Schutz im Wald. Rasend kreisen ihre Gedanken. Was passiert um sie herum? Wer sollte auf sie schießen? Kein Versteck scheint sicher. Doch die Hoffnung auf Rettung bleibt. Und Kaja setzt alles daran, Emilie zu finden. Während die Schüsse nicht verstummen wollen…

Am 22. Juli 2011 werden 500 Jugendliche in einem Ferienlager auf der Insel Utøya von einem schwer bewaffneten rechtsradikalen Attentäter überfallen. Ein Trauma, das Norwegen bis heute tief erschüttert. Um dem Täter die Bühne zu nehmen, stellt Regisseur Erik Poppe die Opfer in den Mittelpunkt seines Spielfilms. Konsequent aus ihrer Sicht inszeniert und in einer einzigen Einstellung gedreht, gelingt ihm eine atemlose Rekonstruktion des Geschehens von ergreifender Wucht. UTØYA 22. JULI bleibt ganz nah bei seiner Hauptfigur Kaja – grandios verkörpert von Nachwuchstalent Andrea Berntzen, deren intensives Spiel uns in den Bann zieht und nicht mehr loslässt. Ein Film gegen das Vergessen und die Sprachlosigkeit.  

(n. Weltkino Filmverleih)    ( Trailer und Filmseite Verleih )

Quelle: Weltkino Filmverleih
Quelle: Alpenrepublik Filmverleih

Mittwoch         21.11.

20.00 Uhr

Mama Afrika 

- Miriam Makeba

Finnl./Dt./SA 2011,

Dok., OmU, 90 Min.

Regie: Mika Kaurismäki

Miriam Makeba (1932-2008) war die erste afrikanische Musikerin, die zum internationalen Star avancierte. Sie hat Musiker auf der ganzen Welt inspiriert und ein internationales Publikum begeistert. Gleichwohl ist sie den südafrikanischen Wurzeln ihrer Musik immer treu geblieben.

Ins Exil wurde sie schon 1959 getrieben, nachdem sie in dem gegenüber der Apartheid-kritischen Dokumentarfilm „Come Back, Africa“ mitgewirkt hatte. Mit Hilfe von Harry Belafonte kam sie in die USA, wo sie 1962 unter anderem bei einer Geburtstagsfeier von John F. Kennedy auftrat, für Marlon Brando sang und 1967 mit „Pata Pata“ ihren ersten Welthit hatte.  Zu ihren musikalischen Partnern gehörten, Nina Simone, Dizzie Gillespie und Harry Belafonte. Als sie 1968 den Black-Panther-Aktivisten Stokely Carmichael heiratete geriet sie ins Fadenkeuz des FBI und wurde Persona non grata in den USA Sie fand Zuflucht in Guinea und setzte ihr Engagement gegen das weiße Apartheid-Regime in ihrer Heimat von dort aus fort. In ganz Afrika wurde sie zur Ikone des Freiheitskampfes des Kontinents. Erst nach dem Fall des Apartheid Systems kehrte sie in ihr Heimat zurück. Makeba starb im November 2008 mit 76 Jahren nach einem Auftritt im italienischen Castel Volturno.

Den Lebensweg dieser außergewöhnlichen Künstlerin, die mehr als 50 Jahre lang musikalisch für Furore sorgte, stellt Regisseur Mika Kaurismäki mit Hilfe von seltenen Dokumentaraufnahmen und zahlreichen Interviews dar. Freunde, Verwandte und Kollegen, die Miriam Makeba zum Teil schon seit deren Anfängen in den Dancehalls von Johannesburg kennen und schätzen, kommen dabei ebenso zu Wort wie junge Vertreterinnen der afrikanischen Musikwelt sowie die Enkel Zenzi Monique Lee and Nelson Lumumba Lee. „Mama Africa” gewann den 2. Publikumspreis im „Panorama“ der Berlinale 2011.

(n. Alpenrepublik Filmverleih)    ( Trailer und Filmseite Verleih )

Quelle: Alpenrepublik Filmverleih
Quelle: Alamode Filmverleih

Donnerstag        29.11.    und

Freitag             30.11.

20.00 Uhr

Dogman

Ital./Fra. 2018, 102 Min.

Regie: Matteo Garrone

Irgendwo in einer verfallenen italienischen Küstenstadt, wo das Gesetz des Stärkeren gilt, lebt der sanftmütige Hundefriseur Marcello (Marcello Fonte). Mit seinem Salon verdient der schmächtige Mann den bescheidenen Unterhalt für sich und seine kleine Tochter Alida, die er über alles liebt. Der ganze Ort wird allerdings von dem ehemaligen Boxer Simoncino (Edoardo Pesce) tyrannisiert. Nach und nach drängt sich der soeben aus dem Gefängnis entlassene Mafioso auch in Marcellos Leben und bedroht dessen Existenz. Fest entschlossen, seine Würde zurückzugewinnen, schmiedet Marcello einen furchtbaren Racheplan.

DOGMAN ist eine düstere und beeindruckende Parabel über die desolate Lage im heutigen Italien. Regisseur Matteo Garrone (u.a. GOMORRHA) erzählt diese universelle Geschichte von einem guten Mann, der dem Bösen verfällt, zugleich fesselnd und sehr berührend vor einer faszinierenden süditalienischen Landschaft.

In der Hauptrolle spielt der herausragende Marcello Fonte, der für diese Rolle beim Filmfestival in Cannes als bester Darsteller ausgezeichnet wurde. Eine brillante Parabel und Geschichte von Leid und verlorenen Träumen mit beeindruckender Milieuzeichnung und visueller Stärke.  

(n. Alamode Filmverleih)    ( Trailer und Filmseite Verleih )

Quelle: Alamode Filmverleih