2019 - April

Quelle: Rise And Shine Cinema

Donnerstag          04.04.

20.00 Uhr

Hi, Ai -

Liebesgeschichten aus der Zukunft

Dt. 2019, 90 Min., OmU

Regie: Isa Willinger

Was muss man wissen, wenn man eine Beziehung zu einem Roboter eingeht. Der Science Fiction Dokumentarfilm von Isa Willinger wird einige Antworten geben. Humanoide Roboter sind die neuen Lebewesen auf unserem Planeten. Sie sind inzwischen an der Rezeption tätig, in Shopping Malls oder sogar als Köche. Und sie führen bereits Beziehungen mit Menschen.  „Bei einer K.I. musst du deine Sätze knapp und pointiert halten“, gibt der Roboterentwickler Matt seinem Kunden Chuck mit auf den Weg, als dieser seine neue Roboter-Partnerin Harmony in der Fabrik abholt und die beiden zu einem Road Trip durch die USA aufbrechen. Der Sex-Roboter Harmony, so stellt sich auf den zweiten Blick heraus, mag Bücher und kann aus dem Stegreif Ray Kurzweil zitieren.

Am anderen Ende der Welt, in Tokio, bekommt Oma Sakurai von ihrem Sohn den niedlichen Roboter Pepper geschenkt, damit sie weniger allein ist, und „Damit ich nicht verkalke“, sagt die alte Dame selbstironisch. Doch Pepper entpuppt sich als Lausbube, den Omas Gesprächsthemen wenig interessieren, denn er flirtet stattdessen viel lieber mit der Schwiegertochter.

Während Harmony und Chuck nach der Liebe suchen, und Pepper und Oma die Zeit totschlagen, stellt sich zunehmend die Frage: Wie werden wir mit künstlicher Intelligenz zusammenleben? Was werden wir gewinnen, was verlieren? Und: wer sind eigentlich die Hauptfiguren dieser schönen, neuen Welt? Mit subtiler Ironie, tollen Bildern und großer Aufmerksamkeit beobachtet der Film das Aufeinandertreffen von Mensch und Maschine, ohne dabei schulmeisterliche oder moralische Besserwisserei zu betreiben. Ausgezeichnet mit dem Max Ophüls Preis 2019 als Bester Dokumentarfilm.  (n. Rise And Shine Cinema ) 

( Trailer und Filmwebseite )

Quelle: Rise And Shine Cinema
Quelle: soonmedia Jörg Rehmann

Donnerstag          11.04.

bereits 19.00 Uhr !

Eine Veranstaltung der BI Reust in Kooperation mit dem Filmclub-Comma e.V.

End Of Landschaft

Dt. 2018, Dok., 105 Min.,

Buch / Regie: Jörg Rehmann

Die Energiewende ist das größte Infrastrukturprojekt Deutschlands. Die Kostenhochrechnungen dafür gehen in die Billionen.

Die Auseinandersetzungen um zerstörte Landschaften und Windradlärm haben viele bislang friedliche Landregionen in tiefgreifende Zerwürfnisse gestürzt. Auch durch den Naturschutz zieht sich ein schwerer Konflikt. Wie sauber ist die „Handschrift der Energiewende“? Der Journalist und Filmautor Jörg Rehmann hat in „End of Landschaft“ den Menschen vor Ort zugehört, hat Experten und Wissenschaftler befragt und investigative Recherchen betrieben. Das Ergebnis ist ein sensibler Film, der dennoch fordert, aufdeckt und aufrüttelt. Für Jörg Rehmann und die im Film befragten Experten ist die Notwendigkeit eines wirksamen Klimaschutzes unbestreitbar. Mit der Ausbeutung der Erde kann und darf es so nicht weitergehen. Aber es braucht eine ehrliche Energiewende mit Augenmaß. Ein Dokumentarfilm als kritisch-informatives Roadmovie durchs Energiewendeland.   

(n. soonmedia Jörg Rehmann)   ( Trailer und Filmwebseite )

Diskussionsmöglichkeit im Anschluss an den Film

Quelle: Camino Filmverleih

Freitag          12.04.

20.00 Uhr

Frühes Versprechen

Fra. 2018, 131 Min.,

Regie: Eric Barbier

Ein Wunderkind sollte er werden und die Welt ihm zu Füßen liegen. Frühes Versprechen enthüllt das fabelhaft bunte Leben des berühmten, französischen Schriftstellers, Regisseurs und Diplomaten Romain Gary.

Von seiner schweren Kindheit in Polen über seine Jugend unter der Sonne von Nizza bis hin zu den Heldentaten seiner Flüge in Afrika während des Zweiten Weltkriegs und seiner Ehe mit der berühmten Schauspielerin Jean Seberg…

Romain Gary lebte ein außergewöhnliches Leben. Ein Leben, dessen Wirklichkeit das mütterliche Wunschdenken noch übertrifft. Denn es ist die unerschütterliche Liebe seiner liebenswerten wie exzentrischen Mutter Nina, die ihn stets voranschreiten lässt und zu einem der größten Romanciers des zwanzigsten Jahrhunderts macht, zu dem Mann der als einziger zweimal den französischen Literaturpreis Prix Goncourt erhält.

Von diesem einzigartigen Band zwischen Mutter und Sohn erzählt der Film, nach dem gleichnamigen autobiografischen Roman, als eine unendlich liebevolle Hommage an die wohl anstrengendste, verrückteste und gleichwohl liebevollste Mutter der Welt. 

(n. Camino Filmverleih )   ( Trailer und Filmwebseite )

Quelle: Camino Filmverleih
Quelle: Neue Visionen Filmverleih

Donnerstag                 18.04.

Freitag                     19.04.

20.00 Uhr

Die Blüte des Einklangs

Jap./Fra. 2018, 110 Min.,

Regie: Naomi Kawase

Die Französin Jeanne (Juliette Binoche) reist nach Japan auf der Suche nach einer seltenen Heilpflanze. In den tiefen, undurchdringlichen Wäldern der Yoshino-Berge soll sich die geheimnisvolle Pflanze Vision befinden. Sie blüht der Legende nach nur einmal alle 997 Jahre und befreit den Menschen von seinen Ängsten und Schwächen. Während ihrer Reise trifft sie auf Tomo (Masatoshi Nagase), der die Wälder sein Zuhause nennt und spürt, dass in den Bergen eine beunruhigende Veränderung vor sich geht. Jeanne ist überzeugt, dass die mysteriöse Pflanze kurz vor ihrer Blüte steht. Ein Jahrtausendereignis kündigt sich an und Jeanne wird auf den Spuren ihrer Vergangenheit nicht nur Tomo, sondern auch der Essenz der menschlichen Existenz unvergleichlich nahe kommen.

DIE BLÜTE DES EINKLANGS von der japanischen Ausnahmeregisseurin Naomi Kawase (u.a. KIRSCHBLÜTEN UND ROTE BOHNEN) mit der französischen Oscar-Preisträgerin Juliette Binoche in der Hauptrolle ist eine hinreißend märchenhafte Reise ins Innere der menschlichen Seele. Zwischen rauschenden Wäldern und knisternder Stille schafft Naomi Kawase eine einzigartige Atmosphäre unbeschreiblicher Mystik, in der Natur und Leben ihren Einklang finden.

(n. Neue Visionen Filmverleih )    ( Trailer unter youtube )

Quelle: Neue Visionen Filmverleih
Quelle: Neue Visionen Filmverleih

Donnerstag                  25.04.

Samstag                      27.04.

20.00 Uhr

Vom Lokführer,

der die Liebe suchte

Dt. 2018, 90 Min.,

Regie: Veit Helmer

Ein Güterzug rollt durch eine weite Graslandschaft, die sich vor den kaukasischen Bergen entlangzieht. Am Steuer: Nurlan, der Lokführer. Tagein, tagaus lenkt er seinen Zug durch einen dicht besiedelten Vorort Bakus, in dem die Schienen so dicht an die Häuser grenzen, dass Nurlan quasi durch die Vorzimmer und Gärten der Bewohner fährt. Auf seinem täglichen Weg passiert er teetrinkende Männer ebenso wie Frauen, die ihre Wäsche in den sanften Wind hängen. Sobald sich der Zug nähert, bläst der kleine Waisenjunge Aziz in eine Pfeife und die Bewohner des Vorortes bringen sich und ihre Habseligkeiten schnell in Sicherheit. Doch das gelingt nicht immer. Nurlan hat schon so einiges von seiner Lokomotive gepflückt: Hühnerfedern, Spielzeugbälle oder auch Bettbezüge. Am letzten Arbeitstag vor der Pensionierung verheddert sich ein besonderes Abschiedsgeschenk an Nurlans Lok: ein traumhaft schöner, blauer Spitzen-BH. Nurlan nimmt ihn nach seiner Schicht kurzerhand mit in sein Heimatdorf in den Bergen. Seine Neugier ist geweckt: Wem nur mag das kleine Stück Stoff gehören? Getrieben von Einsamkeit beschließt Nurlan, die Suche nach der Besitzerin des Büstenhalters aufzunehmen.

Der Film ist eine mit viel Feingefühl und unbeschwert erzählte Geschichte von der Suche nach Liebe. Erneut zieht es Regisseur Veit Helmer in die Berglandschaft Aserbaidschans. In seiner meisterhaft phantasievollen Bildsprache wird er seinem Ruf als moderner Märchenerzähler gerecht und inszeniert diese Geschichte als atmosphärische Komödie, die ganz ohne Dialoge auskommt und uns gerade dadurch in ihren Bann zieht.

(n. Neue Visionen Filmverleih )    ( Trailer und Filmwebseite )

Quelle: Neue Visionen Filmverleih