2019 - M a i

Quelle: Alpenrepublik Filmverleih

Donnerstag            02.05.

Freitag                    03.05.

20.00 Uhr

Frau Mutter Tier

Dt. 2019, 92 Min.,

Regie: Felicitas Darschin

Vollzeitmama Marie (Julia Jentsch) hat alles im Griff und gibt immer Tausend Prozent: Kindererziehung, Haushalt, Terminplanung mit dem Ehemann – eigentlich kein Problem für die Enddreißigerin, wenn da nicht ihre übertriebenen Ansprüche an sich selbst wären. Die Werberin Nela (Alexandra Helmig) dagegen bemüht sich, die Bedürfnisse von Söhnchen Leo mit dem Neustart der eigenen Karriere unter einen Hut zu bringen, während ihr Ehemann sich ein zweites Kind wünscht. Und Singlefrau Tine versucht trotz kleiner Tochter, sich ihr Leben als Zwanzigjährige zurück zu erobern.

Auf dem Spielplatz, dem Schlachtfeld der Mütter, wo man sich mit selbst gebackenen Dinkelkeksen gegenseitig zu übertrumpfen versucht, braut sich langsam etwas zusammen. Wie weit werden die Mütter gehen, um an ihrer eigenen Idee vom Glück festzuhalten? Oder hält das Leben vielleicht sogar ein paar überraschende Lösungen parat…?

Drei Frauen, vier Kinder und drei Varianten des täglichen Wahnsinns: Der Film zeichnet mit liebevoll amüsiertem Blick die Dilemmata verschiedener Frauentypen unserer Gesellschaft nach, lädt die Zuschauer ein, über diese Schwierigkeiten zu lachen und über die gefundenen Lösungen zu staunen. Felicitas Darschin inszenierte erfrischende Komödie nach einem Drehbuch von Alexandra Helmig und Rudi Gaul. Ausnahmedarstellerin Julia Jentsch brilliert als perfektionistische Übermutter Marie, deren Leben vielleicht doch nicht die Hochglanzversion ist, die es zu sein scheint. In weiteren Rollen großartig sind Annette Frier, Gundi Ellert und Brigitte Hobmeier.

(n. Alpenrepublik Filmverleih )    ( Trailer und Filmwebseite )

Quelle: Alpenrepublik Filmverleih

Donnerstag            09.05.

Freitag                    10.05.

20.00 Uhr

Von Bienen und Blumen

Dt. 2018, Dok., 96 Min.,

Buch u. Regie: Lola Randl

Natur und mit Frühstückseiern von eigenen glücklichen Hühnern auf dem Tisch. Endlich das richtige Leben leben, und nicht mehr nur so tun als ob. Aber wie geht das denn nun eigentlich richtig, das "richtige" Leben?

VON BIENEN UND BLUMEN ist ein mit vielen sommerlichen Bildern illustriertes, sehr humorvolles Portrait von Städtern, die sich in unbekanntes Terrain wagen und versuchen auf dem Land heimisch zu werden. Pflügen, säen, pflanzen, Tiere halten, schlachten, ernten und die größte Herausforderung von allen: mit den Einheimischen und sich selbst zurechtkommen. Denn zum einen waren die schon immer hier und wissen die Dinge, die unabdingbar sind, wenn man auf dem Land überleben will, und zum zweiten die Frage nach dem selbstbestimmten Leben, wenn sowieso jeder alles mitbekommt. Wenn sich urbane Neo-Romantiker ein Domizil auf dem Land zulegen und in der strukturschwachen Gegend auf Hartz-IV-Empfänger treffen, prallen Welten aufeinander. Regisseurin Lola Randl sieht darin Raum für gemeinsame Abenteuer, Utopien, Spiel, Spaß und Liebe. Gemeinsam mit ihrer Familie ist sie aus Berlin in die Uckermarck gezogen, um ein ursprünglicheres Leben zu führen.

Wie definiert man auf dem Land Arbeit und Liebe? Was verändert sich in den Beziehungen? Das sind zwei der Fragen, die dieser wunderbar skurrile Dokumentarfilm beleuchtet. VON BIENEN UND BLUMEN erzählt mit Trockenheit und Nonchalance und mit Mut zur Lücke – schließlich muss nicht immer alles ausgesprochen werden, anderes hingegen auf jeden Fall! Es ist ein gelungener biografischer Dokumentarfilm ohne Bauchnabelschau. Das gibt es auch nicht so oft. Man könnte sagen, der Film ist ein schicksalhafter Dokumentarfilm von und auch mit Lola Randl.

(n. eksystent Filmverleih )    ( Trailer und Filmwebseite )

Quelle: eksystent Filmverleih
Quelle: Neue Visionen Filmverleih

Donnerstag          16.05.

20.00 Uhr

Ayka

Russl./Dt./Pol./Kasach./China 2018, 100 Min.,

Regie: Sergey Dvortsevoy

Ayka, eine junge Kirgisin, lebt und arbeitet illegal in Moskau. Der stark von Armut und Not betroffene Alltag lässt Ayka keine andere Wahl, als ihren Sohn nach seiner Geburt im Krankenhaus zurück zu lassen, eine Entscheidung, zu der viele kirgisische Frauen aufgrund ihrer menschenunwürdigen Lebenszustände gezwungen werden. Sie flieht zurück in eine rohe Welt, in der sie niemals mehr als die Gejagte ihrer bloßen Existenz sein kann. Unter dem gnadenlosen Druck, Geld aufzutreiben, um ihre Schulden zu begleichen, will Ayka auch noch die letzte Grenze überschreiten. Sie muss sich einer existentiellen Entscheidung stellen. Einige Zeit später führt Aykas mütterliche Sehnsucht sie zu dem verzweifelten Versuch, das verlassene Kind zu finden.

So, wie das Sein das Bewusstsein bestimmt, ist auch AYKA ein Film über die unentwegte Auseinandersetzung des Individuums mit seinem gesellschaftlichen Umfeld, welche unvermeidlich dem Einfluss seiner Gefühle ausgesetzt ist. Intensives und überwältigendes Kino des vielfach ausgezeichneten Regisseurs Sergey Dvortsevoy. Für ihr herausragendes Spiel wurde die Schauspielerin Samal Yeslyamova in Cannes mit dem Preis für die Beste Darstellerin ausgezeichnet. Ein kraftvoller Film voll Ehrlichkeit und ebenso das faszinierende Porträt einer starken Frauenfigur.  (n. Neue Visionen ) 

( Trailer unter youtube )

Quelle: Neue Visionen Filmverleih
Quelle: W-Film Verleih

Donnerstag            23.05.

Freitag                    24.05.

20.00 Uhr

Wintermärchen

Dt. 2018, 125 Min., FSK 16

Regie: Jan Bonny

Herausragendes Deutsches Kino von Jan Bonny  »Es muss mal wieder richtig knallen!« Beckys (Ricarda Seifried) und Tommis (Thomas Schubert) Beziehung wird dominiert von zerfressender Langeweile, Frust und Abhängigkeit.

Ihr Kosmos in der schmuddeligen Wohnung ist winzig, ihre Pläne groß. Zusammen wollen sie als Terrorzelle Ausländer ermorden und landesweite Aufmerksamkeit erzeugen! Plötzlich steht Maik (Jean-Luc Bubert) in der Küche und aus dem passiven Duo wird ein explosiver Dreier. Doch ihre angeblichen Werte wie Ehre, Stolz und Loyalität versumpfen zunehmend in Orientierungslosigkeit und ihre Radikalität sprengt alle Grenzen… Deutschland in eisigen Zeiten und ein rechtsradikales Trio im Wahn. Jan Bonnys „Wintermärchen“ ist ein Film, den man sich unbedingt antun muss! Nach dem Cannes-Beitrag „Gegenüber“ begeisterte der zweite Kinofilm des Kölner Regisseurs als einziger deutscher Beitrag im internationalen Wettbewerb auf dem Locarno Festival 2018.

Ein roher, unbequemer, radikaler und verstörender Film, der richtig weh tut und das auch soll. Erzählt mit erbarmungsloser Vehemenz ist der Film sicher der provokanteste und herausforderndste Film in diesem Jahr.   (n. Alpenrepublik Filmverleih )    ( Trailer und Filmseite Verleih )

Quelle: W-Film Verleih
Quelle: Neue Visionen Filmverleih

Freitag              31.05.

20.00 Uhr

Ein Lied in Gottes Ohr

Fra. 2017, 89 Min.,

Regie: Fabrice Eboué

Dafür wurde es höchste Zeit: ein Rabbi, ein Pfarrer und ein Imam gründen eine Band. Der beruflich unter Hochdruck stehende Musikproduzent Nicolas soll diese neue Band ganz nach oben bringen. Gemeinsam mit seiner flinken Assistentin Sabrina gelingt es ihm, aus den drei Himmels-dienern die virtuose Band Koexistenz zu formen, die sogar dem lieben Gott einen deftigen Ohrwurm verpassen könnte. Womit Nicolas und Sabrina nicht gerechnet haben, sind die kleinen und größeren Abgründe, die die Geistlichen heutzutage so mit sich herumtragen. Und so groß die Nachfrage nach göttlichen Harmonien auch sein mag – die dafür zu zähmenden Unterschiede haben sie sich etwas friedfertiger vorgestellt. Doch die drei Bandkollegen beherrschen den religiösen Beleidigungskanon perfekt und treffen bei der Arie der kulturellen Vorurteile ohne Probleme den fiesesten Ton. Als die Dinge außer Kontrolle geraten und sich die Gottesdiener an die Gurgel gehen, schmeißt Nicolas hin. Aus diesen Streithähnen kann auch er keine Friedenssinger machen. Doch die heiligen drei Tonträger haben mittlerweile ihre Koexistenz ins Herz geschlossen und nehmen die Dinge nun selbst in die Hand…

Den absoluten Wahrheiten mit Vielstimmigkeit ein Schnippchen schlagen. Diese geniale Idee nimmt diese pointenreiche Komödie EIN LIED IN GOTTES OHR mit viel bösem Witz gründlich auseinander. Ohne jegliches Moralaposteln sticht Regisseur Fabrice Eboué in jedes religiöse Wespennest und nimmt uns mit großer Lust an der Provokation und noch mehr herzhaftem Humor mit auf eine höllisch komische, musikalische Irr- und Abenteuerfahrt.

(n.Neue Visionen Filmverleih )    ( Trailer und Filmwebseite )

Quelle: Neue Visionen Filmverleih