2020 - Oktober

Quelle: Neue Visionen

Donnerstag         01.10.   20°°

Freitag                 02.10.   20°°

NATIONALSTRASSE

Dt./Tschech. 2019, 91 Min.

FSK 16, Regie: Stepan Altrichter

Er ist ein Kind der Vorstadt und die Faust rutscht ihm gerne mal aus. Seine Klappe ist gigantisch und sein Spitzname ist nicht ironisch gemeint: Vandam. Wie Jean-Claude van Damme. Vandam hat seine Neubau-Siedlung nie verlassen und darauf ist er stolz. Sein Leben scheint ein bisschen aus der Zeit gefallen – doch globale Entwicklungen halten sich nicht an Stadtgrenzen. Immobilien-Haie haben es auf seine Lieblingskneipe abgesehen. Auf sein Revier, seine Heimat, sein Zuhause, auch wenn von seiner Familie nichts mehr übrig geblieben ist. Jetzt soll die Kneipe abgerissen und das Grundstück neu bebaut werden. Aber das ist noch nicht alles: Die Kneipe gehört einer Frau, die er liebt. Irgendwie. Heimlich. Und ein wenig breitbeinig. Lucka heißt sie. Lucka und die Kneipe sind wie ein Licht im Dunkeln für ihn – auch wenn er das so nie sagen würde. Aber ein Krieger ist ein Krieger und kämpft für das, was ihm heilig ist. Also zieht Vandam in die Schlacht. Er bedroht den neuen Besitzer des Grundstücks, pöbelt in dessen Firmenzentrale herum und bittet am Ende sogar seinen neureichen Bruder, mit dem er seit 10 Jahren nicht mehr redet, um Geld. Vandam wirft alles in den Ring und sieht nicht, dass er einen Kampf führt, der für die Gegner schon längst entschieden ist.

Nach der erfolgreichen gleichnamigen Romanvorlage von Jaroslav Rudiš inszeniert Stepan Altrichter eine furiose und schlagkräftige Selbstverteidigung, so verzweifelt, radikal und energisch wie es nur geht. Und wie nebenbei gelingt ihm mit NATIONALSTRASSE das kluge Porträt einer systematisch in die Spaltung getriebenen Gesellschaft und eines Menschen, dessen Welt schon fast vollständig aus dem Blick geraten ist.  (n. Neue Visionen Filmverleih)   

( Trailer unter youtube )

Quelle: Neue Visionen
Quelle: Real Fiction Film

Donnerstag         08.10.   20°°

Freitag                 09.10.   20°°

SPACE DOGS

Österr./Dt. 2019, 91 Min.

Regie: Elsa Kremser und

             Levin Peter

Wie ein Moskauer Straßenhund ins All geschickt wurde und als „Geist“ zurückkehrte.

Die streunende Hündin Laika wurde als erstes Lebewesen ins All geschickt – und damit in den sicheren Tod. Einer Legende nach kehrte sie als Geist zur Erde zurück und streift seither durch die Straßen von Moskau. Laikas Spuren folgend und aus Perspektive der Hunde gedreht, begleitet ‚Space Dogs‘ die Abenteuer ihrer Nachfahren: zweier Straßenhunde im heutigen Moskau. Deren Geschichte handelt von inniger Gefolgschaft, unerbittlicher Brutalität und schließlich von ihrem Blick auf uns Menschen. Verwoben mit bisher unveröffentlichtem Filmmaterial aus der Ära der sowjetischen Raumfahrt formt sich eine magische Erzählung über die Moskauer Straßenhunde – vom Aufstieg in den Weltraum bis zum Leben am Erdboden. Entstanden ist ein wahrhaft magischer Film mit beeindruckenden Bildern.    (n. Real Fiction Film)   

( Trailer und Filmseite Verleih )

Quelle: Real Fiction Film
Quelle: MFA Filmverleih

Donnerstag         15.10.   20°°

Freitag                 16.10.   20°°

Master Cheng

 in Pohjanjoki

Finnl./ China 2019, 114 Min.

Regie: Mika Kaurismäki

Auf der Suche nach einem alten finnischen Freund reist der chinesische Koch Cheng in ein abgelegenes Dorf in Lappland. Bei der Ankunft scheint niemand im Dorf seinen Freund zu kennen, aber die lokale Cafébesitzerin Sirkka bietet ihm eine Unterkunft an. Im Gegenzug hilft Cheng ihr in der Küche, und bald werden die Einheimischen mit den Köstlichkeiten der chinesischen Küche überrascht. Cheng findet trotz kultureller Unterschiede schnell Anerkennung und neue Freunde unter den Finnen. Als sein Touristenvisum abläuft, schmieden die Dorfbewohner einen Plan, der ihm helfen soll zu bleiben ...

Mika Kaurismäki (u.a. MAMA AFRICA – MIRIAM MAKEBA), Weltreisender in Sachen Film, überrascht mit einer lakonisch-romantischen Komödie, deren Zutaten er fein ausbalanciert hat: Viel Humor, eine große Portion Warmherzigkeit, etwas Schwermut, romantische Sehnsucht und heiteres Sommerflair fügen sich zu einer filmkulinarischen Köstlichkeit, bei der finnisches Lokalkolorit auf chinesische Weisheit trifft. Mika Kaurismäki zeigt uns dabei, wie er es ausdrückt, "die positiven Seiten der Globalisierung". MASTER CHENG IN POHJANJOKI wurde auf den 61. Nordischen Filmtagen in Lübeck mit dem Publikumspreis ausgezeichnet.  (n. MFA Filmverleih)   

( Trailer und Filmseite Verleih )

Quelle: MFA Filmverleih
Quelle: Piffl Medien

Donnerstag         22.10.   20°°

Freitag                 23.10.   20°°

Bis dann, mein Sohn

China 2019, 175 Min.

Regie: Wang Xiaoshuai

Das Highlight der 2019er Berlinale, ausgezeichnet mit den Silbernen Bären für Wang Jingchun als Bester Darsteller und Yong Mei als Beste Darstellerin: Wang Xiaoshuais bewegendes Familienepos über mehr als drei Jahrzehnte chinesischer Geschichte von der Kulturrevolution bis zu dem Umwälzungen des neuen Jahrtausends.

Eine Stadt im Norden Chinas, im ausgehenden 20. Jahrhun­dert. Liyun und Yaojun sind ein glückliches Paar. Sie leben mit ihrem Sohn Xingxing im Wohnheim der Metallfabrik, in der sie arbeiten, Wand an Wand mit ihren Freunden Haiyan und Yingming, deren Sohn Haohao am gleichen Tag geboren ist wie Xing. Als Xing eines Tages bei einem Unfall ums Le­ben kommt, trennen sich ihre Wege. Yaojun und Liyun ziehen in die Provinz Fujian im Süden des Landes. Doch die Fami­lien bleiben durch die Tragödie und die Suche nach Wahrheit und Versöhnung untrennbar miteinander verbunden.

Der vielfach preisgekrönte chinesische Regisseur Wang Xiaoshuai erzählt die Geschichte zweier Familien vor dem Hintergrund der politischen und sozialen Umwälzungen in China. „Bis dann, mein Sohn“ ist meisterhaftes Kino, ein zu-tiefst berührendes Familienepos über Freundschaft und Veränderung, Verlust, Trauer und neue Hoffnung – und nicht zuletzt die Geschichte einer lebenslangen Liebe, die das Versprechen von den guten und den schlechten Tagen auf trotz allem beglückende Weise einlöst.  (n. Piffl Medien Filmverleih)   

( Trailer unter youtube )

Quelle: Piffl Medien
Quelle: leavinghomefunktion

Donnerstag         29.10.   20°°

Freitag                 30.10.   20°°

972 BREAKDOWNS

- Auf dem Landweg

       nach New York

Dt. 2020, Dok., 110 Min.

Regie: Daniel von Rüdiger

Wo der eigene Plan nicht mehr aufgeht, wird es spannend… Willkommen im Beiwagen eines charmanten aber auch launischen russischen Motorrades auf dem Landweg nach New York. 972 Breakdowns – In diesem Pannentheater begegnen die Reisenden den unterschiedlichsten Menschen rund um den Globus. Mit Ihrer Hilfe fahren sie immer ein Stückchen  weiter, bis zum nächsten Breakdown.

Sie wurden gezogen, abgeschleppt, Instand gesetzt und noch ein bisschen weiter geschoben… stets auf der Suche nach dem Punkt, an dem es einfach nicht mehr weitergehen kann …!

Gemeinsam mit dem Regisseur Daniel von Rüdiger wurde aus über 500 Stunden Rohmaterial ein Kinofilm zusammen gepuzzelt. Aus unzähligen Spiegelreflex-, GoPro- und Drohnen-Aufnahmen, in Kombination mit handgemachten Animationen und selbst gezeichneter Typografie endet eine aufregende Produktionsreise.

„Der Soundtrack der Band 0101 verwandelt unseren Seitenwagen in Kinosessel. Stellt Euch den Rhythmus eines alten, lausigen Kickstarters vor, der ständig auf den Auspuff klonkert, dazu kommt das blecherne „Klick-Klick“ der Blinker, umgeben von rostige Schrauben, die am Straßenrand von einem staubigen Wind verweht werden … Daniel von Rüdiger und Stefan Carl setzen mit ihrem Original-Soundtrack „972 BREAKDOWNS“ unseren Film in Szene.“

(n. leavinghomefunktion)                              ( Trailer und Filmseite )

Fotos: leavinghomefunktion