2026 - Oktober

Donnerstag         01.10.   20°°

TRIEGEL TRIFFT CRANACH

Malen im Widerstreit der Zeiten

Dt. 2025, 107 Min.

Regie: Paul Smaczny

Michael Triegels Malerei unterscheidet sich vehement von der seiner Leipziger Schule Kollegen, allen voran von der seines Freundes Neo Rauch. Triegel malt wie die Alten Meister und nennt Michelangelo, Raffael und Dürer seine Vorbilder. 2020 erhält Triegel einen außergewöhnlichen Auftrag: Er soll den zerstörten Mittelteil des Altars im Naumburger Dom gestalten. Fast 500 Jahre zuvor fiel das Gemälde von Lucas Cranach dem Älteren einem Bildersturm zum Opfer, nur die Seitenflügel blieben erhalten und weil es keinerlei Aufzeichnungen der Darstellung der Gottesmutter Maria mit Kind gibt, muss Michael Triegel ein gänzlich neues altes Gemälde fertigen.

Regisseur Paul Smaczny („Die Thomaner“) begleitete den Maler Michael Triegel mehrere Jahre und zeigt überaus detailliert und erkenntnisreich das Entstehen eines bedeutenden Kunstwerkes. Dabei öffnet Triegel nicht nur die Türen zu seinem Atelier, sondern gewährt tiefe Einblicke in sein Verständnis von Leben, Kunst und Religion.

(Quelle: Weltkino Filmverleih)        ( Trailer und Filmseite Verleih  )

Quelle: Alamode Filmverleih

Freitag         09.10.   20°°

VIER MINUS DREI 

A/Dt. 2026, 121 Min.

Regie: Adrian Goiginger

Barbara (Valerie Pachner) und ihr Partner Heli (Robert Stadlober) führen mit ihren beiden Kindern Fini und Thimo ein glückliches und liebevolles Familienleben. Als professionelle Clowns nehmen sie das Leben nicht zu ernst und wissen, dass man auch über das lachen kann, was misslingt. Als Barbara wie aus dem Nichts durch einen Unfall ihre Familie verliert, bricht eine Welt für sie zusammen. 

Der Verlust lässt sie am eigenen Lebenssinn zweifeln. Doch Barbara stellt sich ihrem Schicksal. Mutig und unkonventionell findet sie einen Weg, mit der Trauer umzugehen. Schritt für Schritt erkennt sie, dass das Leben trotz allem weitergeht, wenn man es nur wagt, ihm neu zu begegnen…

(Quelle: Alamode Filmverleih)        ( Trailer und Filmseite Verleih  )

Quelle: Alamode Filmverleih

Mit ihrer gleichnamigen Autobiografie landete Barbara Pachl-Eberhart 2010 einen Bestseller. Eindringlich und stark beschreibt sie darin, wie es ihr nach dem tragischen Tod ihrer Familie gelang, sich dem Leben neu zu stellen. Nun hat der für seine sehr persönlichen Filmarbeiten gefeierte Regisseur Adrian Goiginger, der unter anderem mit einer Lola in Silber für seinen Film DER FUCHS ausgezeichnet wurde, diese bewegende Lebensgeschichte verfilmt. Sensibel und mit feinem Gespür für die Charaktere, inszeniert er in diesem Film die hoffnungsvolle Geschichte einer Frau, die nicht aufgibt. Mit einer schauspielerischen Ausnahmeleistung glänzt hier Valerie Pachner in der Hauptrolle der Barbara, unterstützt von Robert Stadlober. In den weiteren starken Rollen sind u.a. Stefanie Reinsperger, Hanno Koffler und Ronald Zehrfeld zu sehen. Das Drehbuch schrieb Senad Halilbašić.

Seine Weltpremiere feierte der Film bei der 76. Berlinale in der Sektion Panorama.

Quelle: Neue Visionen

Donnerstag         15.10.   20°°

LEBENSANSICHTEN EINES HUHNS

Dt./Grie./Ung. 2025, 96 Min., Buch u. Regie: György Pálfi

Am Anfang war das Ei. Oder doch das Huhn? Für die existenziellste aller Fragen bleibt auf einer Hühnerfarm keine Zeit. Es ist das Los des flauschigen Federviehs, dass es losmuss, direkt nach dem Schlüpfen über Laufbänder und Autobahnen, und nicht selten im Suppentopf endet. Der Zufall will es, dass auf einem griechischen Hühnerhof ein schwarz gefiedertes und besonders kluges Hühnchen eines Tages entschlüpft und loszieht in die große, weite Welt. Nach einem Tankstellen-Rendezvous mit einem hungrigen Fuchs nutzt es eine Mitfahrgelegenheit mit einem Lkw. Doch ein Hund verschleppt das renitente Federtier auf den Hinterhof eines heruntergekommenen Restaurants. Dessen alternder Besitzer steht nur scheinbar besser da, denn der Laden läuft nicht mehr und schlecht gelaunte Schmuggler gehen ein und aus. Für das Huhn beginnt ein neuer Lebensabschnitt: Es beweist sich in der Hühnerstall-Hierarchie, zankt mit Puten, gewinnt das Herz des Hahns und erschließt neues Terrain auf der Suche nach einem Brutplatz. Dabei stolpert es in die kriminellen Verstrickungen der dort lebenden Familie, die ihrerseits ums Überleben kämpft, und dabei den Kükenwunsch der unerschrockenen Henne unweigerlich durchkreuzt…

        ( Trailer und Filmseite Verleih  )

Von Hühnern und Menschen: Dieser Film ist ein humorvoller, berührender und sehr genau beobachteter Film über das Tier im Menschen und den Menschen im Tier. Von ihrer manchmal komplizierten Koexistenz erzählt der preisgekrönte Regisseur György Pálfi eindringlich und mit einem genialen Kunstgriff: Es ist sowohl die emanzipierte Autobiographie einer Henne als auch eine sehr originelle Geschichte über das Abenteuer des Erzählens.                                    (Quelle: Neue Visionen Filmverleih)

Quelle: Weltkino Filmverleih

Donnerstag         22.10.   20°°

HIDDENSEE

Dt. 2026, 119 Min.

Regie: Annekatrin Hendel

Hiddensee, ein nur 17 Kilometer langer Streifen Land in der Ostsee, geliebt als Sehnsuchtsort der Freiheit. Sonnenanbeter, Nacktbader, Künstler, Punks und Promi-nente strömen seit jeher in Scharen auf die Insel. Der Dokumentarfilm reist durch ein ganzes Jahrhundert bis in die goldenen 1920er zurück, als die intellektuelle Avantgarde hier zu Hause ist – wie Stummfilmstar Asta Nielsen oder Literatur-Nobelpreisträger Gerhart Hauptmann. Damals wie heute ist Hiddensee gezeichnet von politischen Verwerfungen, die sich im ganzen Land abspielen. Deutschland im Miniaturformat. Mehrere Erzählstränge, verschränkt über Zeiten und Generationen, führen schließlich zu den sich unaufhörlich zuspitzenden Spannungen der Gegenwart.

Quelle: Weltkino Filmverleih

In hypnotisch schönen Schwarz-Weiß-Bildern verwebt die preisgekrönte Regisseurin Annekatrin Hendel Landschaft, Geschichte und Schicksale zu einem faszinierenden Porträt und blickt wie durch ein Brennglas auf Bewegungen, die weit über die legendäre Ostseeinsel hinausreichen. HIDDENSEE ist ein gleichsam poetisches wie beunruhigendes Kinoerlebnis voller visueller und erzählerischer Kraft.

(Quelle: Weltkino Filmverleih)